Die Trainingsbibel für Triathleten

"When you get hurt and all your sacrifice adds up to nothing... are you willing to put it all on the line again?"

- Conrad Stoltz

My Road to Kona / Triathlon Blog von Martin Muehl
< Ernährungsplan für den Wettkampf erstellen Flasche wieder leer - ausgelaugt und kraftlos >

Zitat der Woche: Never quit

Jeden Montag gehe ich hier auf eines der vielen Zitate ein die ich gesammelt habe, und die mich im Training inspirieren, motivieren und helfen einige Dinge klarer zu sehen.

“You can quit and no one will really care….but you will always know.”

von John Collins, Ironman Gründer

Bis zu meinem fünften Marathon hatte ich mich spätestens bei km35 jedesmal gefragt warum ich mir das überhaupt antue. Erst nachher ist die Frage nicht mehr aufgetaucht, einfach weil ich wusste warum: wegen dem Zieleinlauf.

Anderen macht das Training immer Spaß, wieder anderen sind von den Zuschauern begeistert oder brauchen den Kampf gegen den inneren Schweinehund. Ich trainiere wegen den Zieleinläufen bei Wettkämpfen. Sicher macht auch mir das Training Spaß und ich bin begeistert wenn viele Zuschauer sind, doch der Zieleinlauf ist das was mich z.B. im Winter antreibt laufen zu gehen obwohl die Lust darauf gegen Null geht.

Von meinen 39 Wettkämpfen bisher musste ich noch nie einen aufgeben, nur beim Berlin-Marathon 2003 war’s kurz mal eine Option nachdem ich 200m nach dem Start gestürzt bin und mir beide Knie blutig geschlagen hatte. Aber auch konnte ich es durchziehen und war dann im Ziel umso stolzer es trotzdem geschafft zu haben.

Gibt es Gründe für mich einen Wettkampf vorzeitig aufzugeben? Vor allem einen Ironman? Ich weiß es nicht. Sicher kann gesundheitlich viel passieren, keine Frage - doch ist wann ist die Gesundheit wirklich gefährdet. Von Herrmann Aschwer habe ich kürzlich gelesen dass es sich mal bei einem Langdistanz Triathlon beim Schwimmen zwei Zehen gebrochen hat und dennoch ins Ziel gekommen ist. Shit happens eben.

Einziger Grund der mir einfallen würde, wäre wenn es für einen um die Hawaii-Quali geht und man relativ früh z.B. auf der Laufstrecke merkt das sich das nicht mehr ausgeht. Dann würde es schon Sinn machen sich die Kräfte für ein antreten bei einem anderen Ironman zu sparen und durch eine Aufgabe die Regenerationszeit zu verkürzen. Da das bei mir noch in einiger Ferne liegt, heißts für mich: Aufgegeben wird ein Brief, und sonst nix!

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5 Kommentare

1. Jürgen schrieb am 27. May 2008 um 11:26

das seh ich genauso. solange es nicht gesundheitsgefährdent ist, wird nicht aufgegeben doch genau da liegt wohl das problem. abwann ist etwas gesundheitsgefährdent bzw. wann erkennt man das im wettkampf auch. man bewegt sich ja ohnehin meist an einer gewissen grenze und da ists dann schwer solche situationen zu beurteilen. darum sieht man ja auch des öfteren betreuer, ärzte oder andere “aussenstehende” wie sie versuchen Teilnehmer zum aufgeben zu überreden da man oft selbst in der Hitze des Gefechtes die Situation nicht mehr richtig einschätzen kann denke ich. auf jedenfall ein heikles thema

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2. Markus schrieb am 27. May 2008 um 14:33

ich hab am we meinen Wettkampf in linz(war da top 25)aufgegeben, da ich eine Art allergisches Asthma hatte. Konnte die luft nicht richtig in lungen bringen. klar hätt ich durchziehen können, war 8 km vorm ziel. jedoch stell ich meine Gesundheit an erster Stelle, bevor ich sagen kann: ich bin ja so cool, …. .
Ich bin mit guten gewissen ausgestiegen, da ich weiß, das ich so stark wie nie bin und die 9:30 in Kllafu knacken werde !!

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3. Martin Mühl schrieb am 27. May 2008 um 15:07

@Jürgen
die frage ist wirklich wann es gesundheitsgefährdend ist. jeder ironman an sich ist ja schon mal nicht besonders schlau. ich kann’s aber auch verstehen wenn leute so weit über ihre grenzen gehen dass sie teilweise zusammenbrechen wie man’s ja schon öfter bei Ironman und Marathon Zieleinläufen gesehen hat. Sobald man so fertig ist dass einen quasi nur noch der wille vorantreibt ists schwer rational zu denken und zu sagen die gesundheit ist mir wichtiger, vor allem bei A-Rennen.

@Markus
wie schon im beitrag geschrieben wäre eine aufgabe im hinblick auf ein anderes rennen für mich eine der wenigen gründe aufzugeben. würdest du auch in klagenfurt 8km vor dem ziel aufgeben wenn du weisst du schaffst deine zielzeit nicht mehr, oder bist aus irgendeinem grund sogar weit davon entfernt?
und btw - wären die 9:30h schon die quali in deiner AK?

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4. Matthias schrieb am 27. May 2008 um 15:45

Neulich habe ich mal gelesen, dass der Joey Kelly sich mal bei einem Ironman relativ am Anfang vom Radfahren das Schlüsselbein gebrochen hat und trotzdem noch gefinisht hat. Davor habe ich ehrlich gesagt großen Respekt - aber selber machen würde ich das wohl nicht.

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5. Martin Mühl schrieb am 27. May 2008 um 16:27

@Matthias
das von joey kelly wusste ich gar nicht, hier dazu was ich im netzt gefunden habe:
***
Eine Wendemarke in seinem Leben, denn dieses Glücksgefühl will er wieder erleben. Bei immer härteren Wettkämpfen, die ihn in immer neue Grenzbereiche führen. Nach wenigen Monaten tritt er erstmals zum Ironman im fränkischen Roth an. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und anschließend 42,195 Kilometer Laufen. Eine Wahnsinnsdistanz, die er in 13 Stunden und 36 Minuten absolviert - obwohl er bei Kilometer 120 mit dem Fahrrad stürzt, sich ein Schlüsselbein bricht und die letzten Stunden den linken Arm in einer Schlinge trägt. Was folgt, hat vor ihm noch keiner geschafft: Innerhalb eines Jahres beendet er alle acht weltweit ausgetragenen Ironman-Rennen.
***

noch dazu beim ersten ironman - Respekt!

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