Wettkampfbericht von der Donauinsel Halbdistanz
Geschrieben von Martin Mühl am 01. June 2009. Kategorie: Wettkampfbericht
Long time no see - hier mal wieder ein Update anlässlich der Halbdistanz vergangenen Samstag. Zielsetzung war auf der flachen 90km Radstrecke konstant 250-260 Watt zu fahren und dann auf den 20km einen 4:40-4:50er Schnitt zu laufen.
Die Wettervorhersagen im regnerischen knappen zweistelligen Bereich sollten zumindest vormittags leider recht behalten. Auch ich war da nicht frei von dem einen oder anderen Gedanken ob’s wirklich schlau ist da jetzt zu starten.
Aber comme ci, comme ça wie der Japaner sagt, das Leben ist eben kein Ponyhof. Und gleich mal vorneweg - vor allem für die Befürchtungen in der Früh war’s wettermäßig letzten Endes halb so wild. Die Fantasie ist meist eben schlimmer als die Realität, aber auch nicht grade unverständlich dass man bei 11° im Regen stehend aufs Donauwasser schaut und dabei nicht gleich wohlige Wärme aufsteigen spürt.
Dafür war das Wasser aber schon fast angenehm, 17-18° wirds schon gehabt haben und somit selbst für mich im Bereich des erträglichen. Schwimmen ist dann auch fast wie erwartet verlaufen. Auf der ersten Länge Probleme richtig in den Rythmus zu kommen, danach ging’s eigentlich. Probleme machte überraschenderweise die Schwimmbrille bei der immer wieder Wasser reingekommen ist. 39min fürs Schwimmen war dann zwar nicht wirklich berauschend, aber auch nicht das Wichtige bei dem Wettkampf.
In der Zeit die ich für den ersten Wechsel gebraucht habe (6:28min) fliegt Superman zwar zweimal um die Erde, aber Verkühlungsprävention braucht eben seine Zeit.
Rad ging dann von Anfang an sehr gut, vor allem weil der Regen schon aufgehört hatte und es auch sonst temperaturmäßig relativ kommod war. Außerdem gab’s nach den Stürmen der letzten Tage sogar wenig bis gar keinen Wind! Nach der ersten Runde war ich dann ob der 283W Schnitt ein bissl erschrocken, aber nachdem alles im grünen Bereich war bin ichs mal weitergefahren und am Ende mit 275W Schnitt nicht unstolz vom Rad gestiegen. 92km in 2:33h.
Ist die Hölle zugefrohren? JA!…. Doch nicht.
Die vorbereiteten Sprüche und Beschimpfungen für 20er Packl die mich in 2er-Reihe überholen kamen diesmal überaschenderweise nicht zum Einsatz weil ich NIEMANDEN (in Zahlen: 0) Windschatten fahren gesehen habe. So unwirklich das im Zusammenhang mit einem Donauinseltriathlon klingt - zumindest bei mir wars so. (Nach einigen Gesprächen im Ziel dürfte ich da aber der Einzige gewesen sein, andere haben Sucking as usual erlebt). Ansonsten war der einzige Minuspunkt auf dem Rad eine große Doppellacke durch die spätestens nach dem vierten Durchfahren die Füße eingefroren sind.
Trotz ebendieser eingefrorenen Füßen war dann meine erste von fünf Laufrunden sogar meine schnellste (16:45min, alle anderen um die 18min). Runde zwei war mit aufgetauten Füßen dann schon mühsamer, aber trotzdem ging alles recht konstant dahin. Letztendlich sind mir die 20km sogar knapp unter 1:30h gelungen und somit habe ich einen knackigen 4:30er Schnitt in den Donauinselbeton gebrannt!
Alles in Allem waren Rad- und Laufleistung sehr zufriedenstellend und geben Anlaß zur Vorfreude auf Kärnten!

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4 Kommentare
1. Peter schrieb am 01. June 2009 um 21:27
Hi Martin:
“na da lebt er ja doch noch” hab ich mir gerade gedacht. Netter Bericht und Respekt für die Leistung. Als ich am Samstag aus dem Fenster geschaut habe, hatte ich richtig Mitleid.
Die 1:30iger Laufzeit lässt für den Ironman wirklich eine super Zeit erwarten. Bin gespannt. Dran bleiben die letzten Tage.
Peter
http://www.tri4life.at
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2. Snick schrieb am 03. June 2009 um 08:49
super leistung, martin!
ich bin am samstag bei der sprint-distanz gestartet, hab mir das in der früh beim blick aus dem fenster aber auch 3 mal überlegt. =O) durch die tiefe lacke musste ich nur 1 mal fahren, die füße waren dennoch besonders auf der ersten laufrunde komplett eingefroren. wie auf stelzen… =O) hut ab vor jedem, der am samstag auf der donauinsel gestartet ist!
lg
snick
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3. Flo schrieb am 15. June 2009 um 16:12
Hi Martin,
bin auf Deine Seite gestossen, da der Name ja doch etwas “reisserisch” ist. Bei ca. 20h pro Woche und einer MD Zeit von knapp sub 5h wird Kona wohl noch lange auf Dich als Teilnehmer warten. Aber die Steigerung (die man in Deinen Ergebnissen sehen kann) ist markant - allen Respekt dafür.
In welcher AK startest Du denn bzw. welche Zeit wäre der Kona-Slot? Was ist beim IM AT das Ziel? Sub10?
Alles Gute
Flo
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4. Martin Mühl schrieb am 15. June 2009 um 17:38
Hallo Flo!
Die Seite hat auch schon geheissen, da hatte ich noch nichtmal einen Ironman gemacht, soviel dazu
Starte in der M25, voriges Jahr hatte der Drittplatzierte 8:47h gebraucht, hatte mir das damals auch genauer angesehen:
http://www.myroadtokona.at/entwicklung-der-hawaii-quali-zeiten-in-der-altersklasse-m25
Ziel ist jetzt sub10 und selbst dann weiss ich dass mich noch Welten trennen, aber hey - wenns keine Herausforderung wäre, würde ichs auch nicht machen
LG
Martin
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