Wettkampfbericht vom Viennaman
Geschrieben von Martin Mühl am 06. June 2007. Kategorie: Wettkampfbericht
Artikel-Serie: Wettkampfberichte
- Wettkampfbericht vom 1/2 Iron Triathlon in Graz - Teil I
- Wettkampfbericht vom Wien Energie Halbmarathon
- Wettkampfbericht vom Eisbärlauf #3
- Wettkampfbericht vom Eisbärlauf #2
- Wettkampfbericht vom Eisbärlauf #1
- Wettkampfbericht vom 1/2 Iron Triathlon in Graz - Teil II
- Wettkampfbericht vom Viennaman
- Wettkampfbericht vom Ironman Austria 2007
- Wettkampfbericht vom Ironman Austria 2008
- Wettkampfbericht - Halbmarathon VCM Winterlaufserie, 1. Lauf
Der zweite und letzte Triathlon vor dem Ironman Austria steht am Programm - der Viennaman auf der Donauinsel (2/82/20).
Ziel war wie in Graz unter 5h ins Ziel zu kommen und trotz der längeren Teilstrecken etwas schneller zu sein da die Radstrecke wegen der fehlenden Höhenmeter recht schnelle Zeiten verspricht. Radsplit sollte in ~35 km/h zurückgelegt werden, die neue Sitzposition und der neue Auflieger sollen es möglich machen (die Beine spielen bei all der Technik ja fast keine Rolle mehr).
Das Wetter war wieder perfekt, der angesagte Regen blieb uns erspart und ist dafür über die Teilnehmer des Ironman 70.3 in St. Pölten niedergegangen.
Schwimmen
Im Gegensatz zum Schwimmen in Graz war es diesmal problemlos. Zumindest was meine Atmung angegangen ist. So eine Schlägerei im Wasser hatte ich aber noch nirgends erlebt. Nichtmal beim Ironman ist es so zugegangen. Das es bei den ersten Brückenpfeilern eng wird war mir sowieso klar, nur dass es auch Deppen gibt die glauben sie müssen mit den Beinen anfangen zu strampeln wie wenn’s kein Morgen gibt - damit hab’ ich nicht gerechnet. Auch auf den Geraden gab’s immer wieder kleinere Gerangel. Die Schwimmzeit war am Ende 35:55 min und somit schneller als gedacht/gehofft.
Radfahren
Auf’s Rad hatte ich mich auch diesmal am meisten gefreut, vor allem um den neuen Auflieger auszuprobieren. Es waren vier Runden auf der Donauinsel zu fahren, wobei es zunächste 10km geradeaus Richtung Wehr 1 ging, mit Rückenwind und ca. 40 km/h Schnitt. Zurück dann wenig überraschend mit - im Laufe des Rennens immer stärker werdendem - Gegenwind. Ich fahr’ schon in der zweiten Runde vor mich hin und denk mir noch dass eigentlich überraschend wenig bis gar nicht Windschatten gefahren wird, schon überholt mich ein 20er Packel in dem die Leute Zweierreihe fahren und hintendrin gemütlich miteinander geplaudert wird. Ich natürlich komplett geplättet ob solch asozialen Verhaltens bringe nur ein “Wollt’s mich frotzeln?” raus. Obwohl’s so ein Riesen-Packl war bin ich aber noch locker eine Runde mit entsprechendem Abstand hinten nachgefahren und wollt mir ansehen wie’s von einem Kampfrichter zamputzt werden. Nach fast einer ganzen Runde kommt endlich einer am Moped daher und ich sag ihm noch er soll die ganzen Wappler disqualifizieren. Da fahrt er gemütlich neben denen her und schaut denen zu wie sie sich vorne abwechseln. Unpackbar.
Irgendwann hab ich das Packl dann auch verloren und werde schon von dem nächsten eingeholt, wie’s mich überholen bin ich schon gefasster und frage schon wesentlich eloquenter ob es doch ein Weltcuprennen ist (Anm.: Bei Weltcuprennen gibt’s Windschattenfreigabe - interessiert wohl auch deshalb kein Schwein). Überraschenderweise keine Antwort. Nachdem mich dann das dritte Packl überholt hat wirds mir aber zu blöd und ich überhole wieder zurück. Im Zuge dessen entscheide ich mich dann doch gegen den Spruch “Ihr seid’s die Filzläuse des Triathlon-Sports” und frage nur einige der Lutscher nach ihrer Windschattenfreigabe. Auch da keine Rückmeldung. Mir auch wurscht - ich fahr vor und lasse sie aussehen wie:
“[...] das sieht aus… - wie wenn einer Rennen fährt und der andere fährt zum Bäcker Brötchen holen [...]“
Kurz vor Ende der letzten Runde mit ebendiesem Packl im Rücken steht dann doch noch ein Kampfrichter mit Eiern in der Hose am Rand und plärrt ein ziemlich heftiges “Auseinander - wos is do!?” in das Packl. Insgesamt habe ich übrigens zwei Kampfrichter gezählt.
Die Radzeit war am Ende 2:16:40 und müsste ein Schnitt von ca. 36,5 km/h gewesen sein - also bedeutend schneller als geplant.
Laufen
Wie auch in Graz war die erste Laufrunde noch ganz ordentlich, auf der zweiten ging aber schon fast nichts mehr. Vermutlich war das Tempo am Rad doch zu schnell und jetzt war eben Zahltag. Nachdem ich zwei Runden lang durchgelaufen bin, gönnte ich mir Anfang der dritten Runde eine kurze Gehpause an der Verpflegstelle - inkl. Energy-Gel und ein paar Schluck Cola. Ab der Hälfte der dritten Runde ging es dann auch wieder Bergauf - Zuckerschub sei Dank nehme ich mal an. Vierte Runde war dann sogar wieder sehr gemütlich, auch eine längerer Schlusssprint war drinnen. Laufzeit war am Ende mit 1:50:54 aber trotzdem um einiges langsamer als geplant.
Am Ende waren es dann 4:48:24 h, also fast die gleiche Zeit wie in Graz. Ziel unter 5h ins Ziel zu kommen also erreicht, mit Schwimm- und Radsplit auch sehr zufrieden, nur der Einbruch beim Laufen war natürlich nicht ideal.
Als Sensation darf ich noch vermelden dass ich als wohl einziger (Nicht-Profi-)Athlet ab sofort einen eigenen Haus- und Hofberichterstatter habe, der unter Missachtung der eigenen Gesundheit Fotos gemacht und einen Bericht vom Viennaman verfasst hat der dort gewürdigt werden sollte! Gratulation auch dem Alex der seinen ersten Triathlon absolviert hat - Hut ab vor Deiner Zeit!
Fotos vom Viennaman 2007
Als Slideshow:
Link zum Picasa-Webalbum
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| Triathlon Viennaman 2007 |
P.S. Einen schönen Bericht vom Viennaman gibt’s auch auf Peter’s Ironman-Blog. Er hat über die gesamte Strecke fast die gleiche Zeit wie ich und wir sind im Ziel nichtmal um eine Minute auseinander.
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