Trainingslager Mallorca – Tag 10: 169km (+62min Run)
Geschrieben von Martin Mühl am 17. March 2008. Kategorie: Uncategorized
Nach der schon gestern langen Einheit heute nochmal einen draufgesetzt! Mit 169km die längste Radausfahrt die ich im Training im Sattel gesessen bin, dazu anschließend noch ein einstündiger Lauf.
Ziel war zuerst nach Arenal zu fahren und von dort dann über den Süden der Insel zurück. Dazu ging’s bei schönem Wetter (~25°) und wenig Wind über Felanitx, Porreres und Llucmajor nach Arenal. Den Ballermann 6 wollte ich zuerst auch noch suchen, war mir dann aber zu blöd und ich war dann doch nicht bei diesem Stück mallorcinischer Kulturgeschichte.
Was ich von Anfang an merkte, war das ich von gestern doch etwas schwere Beine hatte. Vor allem gegen Ende haben wir doch immer wieder richtig draufgedrückt, das konnte ich noch richtig spüren.
Zum ersten Mal wurde mir die Länge der Ausfahrt bewusst, als ich schon über drei Stunden unterwegs war und wusste ich hab grade mal die Hälfte hinter mir. Strange Feeling. Zurück ging’s dann über Cap Blanc, Ses Salines, Santanyi, Porto Petro und Porto Christo nach Sa Coma.
Immer brav im Grundlagenausdauerbereich. Fast immer. Kurz vor Calonge war vor mir ein Traktor mit Anhänger der ca. 25kmh fuhr. Nach anfänglichem hinterherrollen hab ich den dann doch überholt. Anschließend ging’s aber immer wieder leicht bergauf wo ich – immer brav Grundlagenausdauer tretend – dementsprechend langsam bin. Dann höre ich von hinten schon den Traktor immer näher kommen. Bei meiner Triathletenehre gepackt hab ich dann doch öfters mal kurz den GA-Bereich verlassen. Von einem Traktor überholt zu werden muss ja wirklich nicht sein. Wenn das Cervélo erfährt, nehmen die mir noch mein Rad weg…
Ansonsten ging’s ganz angenehm dahin, am Ende waren es dann knapp über 6h auf dem Rad.
Der Lauf und eine wichtige Erkenntnis
Zum drüberstreuen dann noch geplante 60min laufen. Ging eigentlich ganz gut los. Ich wollte nach Cala Millor rein und dann auf der Strandpromenade laufen, bis eine halbe Stunde um war und dann eben umdrehen. Von Minute 25-28 habe ich dann geschätzte 15 Mal auf die Uhr gesehen und mich geärgert das die Zeit so gar nicht vergeht.
An dem Punkt habe ich mir dann überlegt, was mich den eigentlich so anzipft. Mir geht’s gut, das Wetter ist perfekt, ich hab genug zu Essen und zu Trinken und mir tut nichts weh. Was genau ist also so mühsam? Gar nix. Mit der Erkenntnis bin ich dann weitergelaufen und nach 32min sowas umgedreht, ohne dann noch einmal auf die Uhr zu sehen.
Was ich daraus gelernt habe ist, dass wir uns vieles im Kopf selbst unnötig schwer machen. Klar ist eine 6h Ausfahrt mit 1h laufen im Anschluss nicht ohne. In Wirklichkeit ist es aber völlig wurscht ob ich 3h oder 6h am Rad bin, solange alles im Grundlagenausdauerbereich bleibt. Der einzige Unterschied ist dass ich automatisch im Kopf habe das es schwer und mühsam ist. Ist es nicht.
Für mich eine wichtige Erkenntnis die zwar einleuchtend sein mag, ich aber so direkt noch nie realisiert habe!
Tags: laufen, rad, trainingTipp des Tages:
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1 Kommentare
1. Radstrecke des Ironman Lanzarote | Triathlon Blog von Martin Muehl schrieb am 07. March 2009 um 20:07
[...] Selbstmotivation nochmal meinen Blog-Eintrag von der längsten Einheit beim Trainingslager auf Mallorca voriges Jahr [...]