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Bis zum Ironman Austria 2012!

"It becomes almost addictive. Once you’ve done it once, you wanna do it again."

- Peter Reid

My Road to Kona / Triathlon Blog von Martin Muehl
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Tipp für Tag #4: Ziele definieren

Tipp für Tag #4: Ziele definieren

Hier einige wie/warum ich meine Ziele definiere:

  • Große Ziele
    Der Vorteil von großen Zielen ist, dass man Niederlagen und Rückschläge auf dem Weg dahin relativieren und so leichter wegstecken kann. Mein Desaster in Kärnten war sportlich sicher einer meiner schwärzesten Stunden, im Hinblick auf das Ziel mich mal für Kona zu qualifizieren aber nahezu irrelevant weil ich weiss dass die Form für das geplante Ziel da war.
  • Kleine Ziele
    Hat man ein bestimmtes, großes Ziel definiert sollten auch kleinere Ziele festgelegt werden die Teilerfolge auf dem Weg zum großen Knaller darstellen. Der Vorteil dabei ist, sich auf das hier und jetzt konzentrieren zu müssen. Wenn im November das wieder losgeht motiviere ich mich am ehesten so: Kona > sub 10:30h IMA 08 > Trainingsplan für den ersten Trainingsblock > Wochentrainingsplan. Wobei Hauptaugenmerk sicher auf dem Wochentrainingsplan liegt, da er unmittelbar ein Ziel ist das ich greifbar vor Augen habe.
  • Realistisch aber herausfordernd
    Ziele sollten sowohl realistisch, als auch so hochgesteckt sein, dass sie nicht “im Vorbeigehen” erreicht werden können. Für manche mag es hochnäsig klingen, aber beim Ironman “nur” ins Ziel zu kommen kann für mich bspw. kein Ziel sein. Da könnte ich mich im November nicht motivieren zu trainieren, sondern es würde locker reichen im Frühjahr anzufangen wenn es wieder warm wird.
  • Verpflichten
    Was tun wenn ein Ziel mal feststeht? Am besten jedem davon erzählen! Je mehr Leuten man immer wieder davon erzählt, desto mehr verpflichtet man sich dann auch es wirklich zu erreichen. Ich hab so gut wie jedem erzählt dass ich beim IMA unter 11h ins Ziel kommen werde – am Montag hab ich dann zu Mittag das Handy abgedreht weils mir zu viel wurde jedem zu erklären warums nicht geklappt hat. Würde ich es trotzdem wieder so machen? Auf jeden Fall! Wenn nächstes Jahr keine Defekte passieren und es mit meinem Ziel knapp wird und es nur noch darauf ankommt wie sehr ich darum kämpfe, kann so eine Verpflichtung anderen gegenüber noch der letzte Kick sein den ich brauche.
  • Positiv formulieren
    Bei einem Ziel das negativ formuliert ist, besteht immer die Gefahr dass man – zumindest unterbewusst – sich zuviel mit negativen Gedanken beschäftigt. Das Unterbewusstsein versteht keine Verneinungen. Ein Beispiel: Stell’ dir jetzt nicht einen Elefanten vor. Wer jetzt nicht an einen Elefanten gedacht hat, bitte Namen in den Kommentaren hinterlassen. Keinesfalls also sagen “Ich will beim nicht zusammenbrechen.” sondern “Ich werde locker und schnell meinen Rhythmus finden.”.
  • Positiv-/Negativmotivation
    Vor allem was die Motivation unmittelbar während eines Wettkampfes angeht, sollte man für sich selbst herausfinden, auf welche Art Motivation man am besten anspricht: Positiv- oder Negativmotivation. Potitivmotivation wäre es sich selbst zu motivieren: “Du schaffst das!”, “Ich bin gut drauf!”, usw. Negativmotivation wäre z.B. “Ich pack’ das nicht mehr.”, “Ich geb’
    lieber auf.”. Meiner Meinung nach hat keines klare Vor- oder Nachteile, man muss nur herausfinden worauf man selbst am besten anspricht. Bei mir selbst merke ich öfters, dass es sich in verschiedenen Phasen eines Rennens auch ändert worauf ich am besten anspreche. Wenn’s mir am gutgeht, pushe ich mich selbst noch weiter indem ich mir das auch sage. Wenn’s dann aber z.B. beim grade ganz schlecht geht, geh’ ich oft soweit dass ich soviel zum sudern anfange bis es mir selbst am Socken geht und ich mich dann selbst wieder weiterpushe einfach um es mir selbst zu beweisen.
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