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Schwimmtraining wird sowas von überbewertet

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Angenommen ich schwimme mit 200km Schwimmtraining die 3,8km in 1h. Verglichen mit dem Stand von 10km Training die für 1:10h reichen würden, würde das eine Ersparnis von 10min bringen.

Für die 10min muss ich aber ~60-70h (bei 20min/km) trainieren. Wenn ich in der Zeit stattdessen laufen gehe, habe ich ~800km mehr in den Beinen (bei 5min/km).

Jetzt ist das natürlich eine Milchmädchenrechnung und so auch nicht sehr realitätsnah, trotzdem zeigt es wie viel Aufwand notwendig wäre um ein paar Minuten beim Schwimmen rauszuholen. Zeit die ich sicher in effektiveres Training investieren kann!

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8 Kommentare

1. mexx schrieb am 26. July 2011 um 06:00

hallo martin!
zunächst mal herzlichen glückwunsch zu deiner leistung in klagenfurt. mit den trainingsstunden das ergebnis – respekt. ziemlich cool. aber nun zu deinem beitrag hier. ich glaube nicht das die rechnung sooo einfach ist. die 200h schwimmen sind sicherlich notwendig. auch wenn es für 1h schwimmen zuviel erscheint. aber bei 1h bzw. sub 1h steigst du mit ganz anderen radfahrern aus dem wasser. dh du kannst eine super gruppe für die 180km erwischen und brauchst nicht alles alleine im wind fahren (alles im bereich des legalen natürlich). somit auch wieder mehr körner fürs laufen. und 800km laufen gehen sich in 10wochen auch aus. da braucht man kein jahr dafür ;-)
ich für mich werde jetzt wirklich 2x die woche schwimmen gehen und evtl. 2013/2014 wieder eine langdistanz machen. aber vorher grundschnelligkeit in kürzeren bewerben erwerben ;-)
train safe mate

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2. Peter schrieb am 26. July 2011 um 10:19

100% agree Martin

Auch ich war sowohl letztes Jahr als auch huer ca. 8 Mal vorher im “Wasser”. Wenn es insgesamt 8km Schwimmen waren, dann wars eh schon viel. Mit 1:18 war ich demnach super bedient. Deine Schwimmzeit ist ja noch eindrucksvoller.

Ich denke, Deine Rechnung stimmt, wenn es um die SUB10 / SUB 11 Leute geht. Da wird das Schwimmen keine Rolle spielen ob du jetzt 1h , 1:10 oder 1:20 schwimmst.

hier ist die Zeit meiner Meinung nach auch besser in Rad und Laufen investiert. Denn 5h – 5:30h am Rad fährt man nicht “einfach so” (stell ich mir halt so vor) und 3:30 – 4h beim Laufen schafft man auch nicht mit 10 Trainingseinheiten.

So werde ich es im nächsten Jahr machen. Und dann schauen wir mal was draus wird.
Peter

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3. step schrieb am 26. July 2011 um 10:56

Die Sache ist meiner Meinung wirklich nicht ganz so einfach…

Was bringen Dir zusätzliche 800km in den Beinen? Verkraftest Du die, speziell wenn das Training intensiv wird? Und kommt dadurch auch wirklich ein 10min schnellerer Marathon heraus? Oder steigt dadurch auch das Risiko eines Übertrainings oder einer Verletzung in den härteren Trainingsblöcken?

Das stupide Kacheln zählen ist halt ein Schmarrn, aber wenn man seine Schwimmeinheiten mit anderen Lagen (und viel Techniktraining!) auflockert und eben nicht nur blöd seine 4km runterkrault, gehen die Sessions echt schnell vorbei. Ich glaube daß da viele Triathleten etwas zu einseitig unterwegs sind und sich dadurch ein bissl die Freude am Training nehmen…

Darüber hinaus hat Schwimmen auch einen regenerativen Aspekt für die Beinmuskulatur, und stabilisiert den Rumpf – beides halte ich für ausgesprochen wichtig, und sollte man meiner Meinung keineswegs unterschätzen…

lg
step

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4. Martin Mühl schrieb am 26. July 2011 um 12:33

Ganz 1:1 zu vergleichen ist es ohnehin nicht, da es ohnehin nicht realistisch ist statt dem Schwimmen immer Laufen zu gehen. Wollte auch eher darauf hinaus dass man sein Training durchaus effektiver gestalten kann als mit km runterschwimmen.

Gebe Dir natürlich recht dass es andere Vorteile auch noch hat, neben dem Trainingseffekt fürs Schwimmen.

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Icke Reply:

Es gibt (glaube ich) vereinfacht dargestellt 2 entscheidende Punkte zu berücksichtigen:

1. Habe ich nicht die Zeit mehr zu trainieren, oder habe ich nicht die Kraft mehr zu trainieren? Beim Schwimmen ist der Zeitaufwand relativ groß im Vergleich zum Zeitgewinn im IM. Eine Stunde Schwimmtraining kostet auch locker 2 Stunden Zeit. Der Kraftaufwand (Beine) und die negativen Auswirkungen aufs restliche Training sind aber eher gering. D.h. wenn ich die Zeit habe, kann ich mich durch eine Stunde extra Schwimmtraining pro Woche sehr wohl deutlich verbessern (100% Zustimmung zu step)

2. Wo will ich hin? In Richtung SUB 11 mag ich sicher auch fast ohne Schwimmtraining kommen. Aber SUB 9:30 kommt das schon fast nicht mehr vor. Zum einen komme ich leichter von 1:15h auf 1:05h als von 4:55h auf 4:45h aufm Rad und zum anderen schwimmen gute Schwimmer entspannter. Unterschätz auch nicht das Gefühl auf dem Rad auf Aufholjagd gehen zu müssen. Die ersten 4-5 Stunden beim IM (inkl Schwimmen) sollten locker von der Hand gehen. Dann klappts auch besser mit der Ernährung ;-)

Martin und Step ihr habt auch recht mit dem “Kacheln zählen” im Winter. Techniktraining während beim Laufen die Grundlage gelegt wird macht Sinn. Dann klappt das Schwimmen im Frühling auch besser. 1-2x die Woche reicht oft schon.

@mex: Wenn man schon in Gruppen fährt mit dem Ziel Kraft zu sparen ist man von der Einstellung her doch schon Lutscher, oder? Als könnte jeder die 10 Meter so genau abschätzen und einhalten und das im Zweifelsfall 180 km.

Last but not Least: Grats zur “guten” Schwimmzeit mit so wenig Aufwand. Vergiss aber nicht, dass du auch schon schlechtere Erfahrungen gemacht hast mit wenig Schwimmtraining.

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5. Ferry Adler schrieb am 04. August 2011 um 16:09

Ich denke nicht, dass Schwimmtraining überbewertet wird.
Es ist vilelleicht die kürzeste Distanz im Ironman, es jedoch trotzdem ein wichtiger bestandteil des Triatlontrainings.

Ich denke man merkt bestimmt einen Unterschied in seinem Energiehaushalt beim Ironman, ob man regelmässig geschwommen hat oder nicht. 3.8k sind zu lang um sie “einfach mal so” im Wettkampftempo zu schwimmen und dabei keiner Körner für den Rest des langen Tages zu verlieren.
Man fragt sich, warum die Profis 4-7x in der Woche schwimmen, wenn es so überbewertet ist. Die meinen wohl doch, es wäre etwas wichtiger zu schwimmen :-)

Ich denke auch, dass Ihr verkennt, dass schwimmen sehr gut als Restitutionstraining nach einem intensiven oder langen Trainingspass ist. Schwimmen kan mann immer, egal wie fertig man ist.
Hat man wenig Power übrig, dann zieh den Neo an und kraul einige Tausend Meter und benutze das schwimmen dazu, aktiv pause zu machen und die Beine zu entkrampfen.
Ein kompletter Athlet bist Du nur, wenn Du auch schwimmen kannst und den Gesamtkörper trainierst, ansonsten schlage ich vor, zum Duathlon überzugehen :-)

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Martin Mühl Reply:

Das ein Profi anders trainieren sollte als Hinz und Kunz sollte ja klar sein.

Abgesehen davon – welche Hobette schwimmt denn die 3,8km wirklich im Wettkampftempo?

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Ferry Adler Reply:

Ich denke dass jeder ambitionierter Amateur je nach seinem Niveau profihaft trainieren sollte. Auf diese Weise wird er das bestmögliche aus seinem Körper herausholen können.
Nur sehr wening oder gar nicht schwimmen zu trainieren ist in meinen Augen absolut Anfängerhaft und absolut nicht effektiv.
Also ich schwimme die 3.8 km im Wettkampftempo, in meinem persönlichen ironman Schwimmwettkampftempo eben. Ob dies eine Zeit von 1.10h oder 55 min ergibt, ist ja nebensächlich.
Ich finde es ambitionirte von Dir , eine Zeit von sub 10h ins Auge zu nehemen, finde ich toll.
Ich denke aber, ohne Dir zu nahe treten zu wollen, dass Du einiges in deinem Training umstellen solltest/musst, um diese Zeit zu erreichen.
Wer deinen Blok verfolgt, wird merken, dass Du die letzten Jahre immer wieder die selben taktiken, die fast gleichen Umfänge, die gleichen Intensiteten und nach den gleichen Ansatzpunkten trainiert hast. Eine Zeit von unter 10 h ist nicht jedermanns Sache und geht bei vielen bereits über das was jemals körperlich möglich sein wird hinaus.
Ich denke, dass du dir diese Jahr, also 2012, wirklich mal den Gefallen tun solltest und einen Trainer zu engagieren, der dir von aussen betrachtet deine Mängel, Stärken aber auch Fehler im Training aufzeigt, dich guidet und dich mit einem gezielten Plan auf die sub 10 Seite bringt.
Probier doch mal, Dich aus deinen eigenen Haltungen und Ûberzeugungen werfen zu lassen und mach dich frei für neue Trainingseinheiten, Arten des Tri Trainings und der restitution.
das bringt Dich bestimmt zum Ziel.

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Peter Reply:

Lieber Ferry,
“das bestmögliche aus seinem Körper herausholen”, “profihaft trainieren” kommt mir alles sehr bekannt vor.

Bis ich 30 war hatte ich mal so ein Nike-Poster auf meiner Trainingswand wo stand: Wenn dein kKörper sagt “ich kann nicht mehr”, sag deinem Körper “Du kannst mich mal!”.

Seit meiner Teilnahme in der M30 Gruppe versuche ich all diese Vorsätze, Gedanken eher zu vermeiden. Ich will nix mehr aus meinem Körper herausholen, sondern Energie und in ihn reinstecken *g*

Wenn Martin nicht gerne schwimmt (so wie ich), dann wirds auch für eine sub 10 Zeit egal sein ob er nun 1:05 oder 1:10 schwimmt. Schaffen wird ers über Radfahren (was ihm ja auch mehr spaß macht – also Energie reingesteckt) und das Laufen.

Mir gefällt an der Ironman Szene, dass es jeder sehr ernst nimmt.Mir gefällt nicht, dass es manche zu ernst nehmen.

So oder so. Ein Trainer ist nie schlecht und das Jahr als ich einen hatte hat mir viel geholfen was Trainingsplanung und Einteilung betrifft.

Peter

[Reply]

Ferry Adler Reply:

Lieber Peter,

ich sage nur eins dazu: Jedem das seine und jeder, wie er es für richtig hält.

Wenn Martin nicht gerne schwimmt, soll er es von mir aus gerne lassen. Ich denke nur, dass man bei Ironman Training sehr daruf bedacht sein sollte, immer effektiv d.h. qualitativ hochwertig zu trainieren. Wehr falsch trainiert, steckt womöglich viel Zeit in Einheiten hinein, die nicht viel bringen.
Deswegen ist es meiner Meinung nach sehr wichtig eine Person zu haben, die Dich von aussen betrachtet im Training guiden kann und dir die Richtung weisst, was man selber oft nicht so gut hinbekommt.
Dies nur als Anmerk.

Viel Spass beim Training, egal wo, wie und wann :-)

Ferry

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6. berghörnchen schrieb am 06. August 2011 um 22:07

schön zu sehen das sich einige Gedanken dazu machen, noch schöner alle haben irgendwo recht, ich bin zwar kein „Ironman“ aber ich habe schon vor 20 Jahren als Läufer immer wieder mal in Tri – oder Duathlons reingeschnuppert.
Damals waren es noch der Diana Triathlon oder Run-Bike-Run auf der Donauinsel, war immer recht lustig eine Abwechslung zum „nur“ laufen und noch keine Materialschlacht – ja ich weiß klingt altmodisch aber darf man ja mit 46 auch etwas sein.

Zum schwimmen, ich kann leider auch nicht schwimmen, weil mir das schwimmen keinen Spaß macht, dadurch mache ich auch kein Schwimmtraining da ich mich ja auch nicht als Triathlet bezeichne sondern Läufer bin, bin aber trotzdem noch nie als letzter aus dem Wasser gestiegen.
Habe auch mal mit den Gedanken gespielt einen Ironman zu machen und um mir die Angst vor den schwimmen und den Zeitlimit zu nehmen, nahm ich ohne Neopren am Aquaman in Tulln teil einen 5km Schwimmwettbewerb.

So wie ihr richtig sagt, ein jeder soll so und das trainieren das er für nötig befindet, Ferry: stimmt schon schwimmen als Regeneration ist super, ich habe als Leichtathlet öfters Aqua-Run Einheiten gemacht http://www.youtube.com/watch?v=j5Yc1WOuu6o&feature=related

und auch unser Leichtathletiktrainer sagte schon 1980 „lieber Qualität als Quantität“ nur bei einem muss ich dir ganz klar wiedersprechen – kompletter Athlet sonst Duathlon. Ein Duathlon ist wesentlich härter als ein Triathlon (wir reden von Kurzdistanz) hast du schon mal einen powerman gemacht?
teils sehr hügelige Lauf-und Radstrecken, und wenn du schon die erste Laufstrecke hinhältst ist es härter als schwimmen.

also euch allen ein schönes Training und Bewerbe und das ihr eure Ziele verletzungsfrei erreicht

lg
Alfred

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7. juanpelota2 schrieb am 23. August 2011 um 14:23

IMHO denkt an die Substanz die ihr beim Schwimmen verliert! Die fehlt euch dann beim Radfahren und Laufen. Deshalb würde ich zumindest regelmäßig Technik beim Schwimmen trainieren. Weil durch schlechtes Schwimmen verlierst du auch beim Radfahren und Laufen!

[Reply]

8. juanpelota2 schrieb am 23. August 2011 um 14:36

Nett in diesem Zusammenhang für die, die es noch nicht kennnen:

http://www.youtube.com/watch?v=V-pgQ-gpmNk&feature=related

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