Rückblick auf meine Wettkämpfe 2012

Im Jahr 2012 hat sich hier nicht wirklich viel getan, das steht aber diametral entgegen der Anzahl der Wettkämpfe die ich absolviert habe – gezählte 15x war ich im letzen Jahr am Start – mehr als die letzten paar Jahre zusammen!

Hier eine Übersicht über meine sportlichen Erungenschaften 2012:

MÄRZ

Trainingslager Fuerteventura

Ende März ging es zwei Wochen meine vierte spanische Insel erkunden (nach Gran Canaria, Mallorca und Lanzarote). Insgesamt wurden es 37h auf dem Rad (940km mit 9.490 HM), 50km Laufen und 1h im Pool. Dazu gab es sogar noch einen Bericht: Trainingslager Fuerteventura

APRIL

VCM Halbmarathon 1:44h

Auch hier der Bericht: www.myroadtokona.at/bericht-vom-vcm-halbmarathon-2012

Tage der Wahrheit (Kurztriathlon, 2:17h)

Hier geht’s darum an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Distanzen auf genormten Strecken zu absolvieren und so gleich zu Saisonbeginn genau zu wissen wo man steht – deshalb auch die „Tage der Wahrheit“.

Schwimmen war in der Grazer Alster in einem 25m Becken – komplett mit Einzug zu den Startplätzen, Anzeigetafel, Anschlagsmatten, usw. Also geiles Wettkampffeeling. Meine 30min für die 1,5k waren sicher eine der langsamsten Zeiten, da waren schon einige Schwimm-Kapazunder unterwegs.

Radfahren war auf einer 8km-Runde die 5x zu fahren war. Auch da wieder richtig geil gemacht mit Start von einer Rampe runter, auf der man am Sattel hinten gehalten wurde bis es losgegangen ist. Die Zeit war mit 1:03:32h schon ganz gut, macht einen knappen 38km/h Schnitt.

Der 10km-Lauf war dann auf der Laufbahn in gestürzter Startreihenfolge der bisherigen Zeiten. Zum Problem wurde dann wirklich das Runden zählen – einige Leute glaubten schon sie sind im Ziel und mussten dann noch eine Runde drehen. Da war ich mit 44:17min wieder eher im hinteren Drittel – trotzdem aber ganz zufrieden – war bis dahin ja meistens mit dem Rad unterwegs.

MAI

Wien -> Graz (200k, 8:40h)

Mit dem Rad nach Graz war schon länger eine Idee von mir – da hab ich es auch durchgezogen. Nur war ich viel zu wenig vorbereitet und hatte die Distanz total unterschätzt. Irgendwann ist mir dann auch das Geld ausgegangen für Essen und Trinken, aber im Nachhinein auch kein Wunder bei den Preisen an den Tankstellen. Bis zur Ortstafel Graz waren es ziemlich genau 180k, bin dann noch weiter zu Freunden nach Gratwein und dort nochmal extra eine 3k-Schleife gefahren damit die 200k voll werden. Der kurze Lauf im Anschluß war dann sportlich wertlos und vom Champions League Finale im Anschluß fehlt mir auch einiges…

Rapid-Lauf (5,3km, 0:21h)

Durchschnittspuls von 182 sagt schon alles – das ist eben eine richtig kurze Distanz für mich. Sehr erfreulich aber der 3:57er Schnitt den ich laufen konnte!

JUNI

Vienna City Triathlon (Sprint, 1:21h)

Da war sie wieder – die Panikattacke im Wasser. Mittlerweile weiß ich aber zumindest warum das immer wieder passiert: Kaltes Wasser im Zusammenspiel mit zu wenig Training im Neopren.

Wien -> Bratislava (125k, 3:54h)

Die zweite „Städtetour“ im Rahmen eines Koppeltrainings. Erst Open Water Schwimmkurs von Flowsports in der alten Donau, dann die Radtour und anschließend noch ein 7k Lauf.

Vienna City Triathlon (Kurz, 2:30h)

Nach dem Schwimmdebakel beim Sprint war ich noch einige Mal im freien Schwimmen und hatte diesmal keine Probleme.

Wolfsrudel Treibjagd (0,275/12,7/4, 0:41h)

Eigentlich ein Fun-Event den ich mir für einige Freunde ausgedacht hatte, der aber echt ein hartes Ding geworden ist. Die Idee: 5 Teilnehmer, die je nach Stärke zeitversetzt starten – d.h. ich bin 17min. nach dem ersten ins Rennen gegangen und musste von hinten das Feld aufrollen. Dadurch hat jeder eine Chance auf den Sieg und theoretisch sollten am Ende alle recht knapp ins Ziel kommen. Ganz so ist es nicht geworden. Aber mit einer richtig guten Laufleistung hab ich 200m vor dem Ziel den Führenden noch abgefangen zum Rudelführer gekrönt worden! Die Urkunde (selber gemacht) hängt daheim an der Wand 😉

Flowsports Open Water Challenge (3,8k, 1:19h)

Am Tag nach der Treibjagd ging es eine Runde um das Gänsehäufel. Von der Zeit war ich eigentlich sehr enttäuscht, hätte schon gedacht das ich da deutlich schneller bin.

JULI

IRONMAN Austria (11:50h)

Das Rennen ist alleine wegen der Bedingungen wohl in die Geschichte eingegangen. Neopren-Verbot beim Schwimmen, wie ich nachher hörte gemessene 43°C auf der Radstrecke und 47°C im Ziel.

Vor dem Schwimmen war mir schon etwas mulmig – ich (und wohl die meisten anderen) bin die 3,8k noch nie ohne Neo geschwommen, warum auch. Aber die Sorge war unberechtigt – das Schwimmen war einfach nur ein Traum und die Entscheidung den Neopren zu verbieten sicher die richtige vom Veranstalter. War dann schon gespannt auf meine Zeit und bin dann richtig erschrocken wie die Uhr beim Schwimmausstieg 1:28h angezeigt hat. Fast 20min langsamer hätte ich nicht erwartet. Im Nachhinein aber die Aufklärung: offensichtlich sind wir (einige andere haben das auch gemessen) über 4k geschwommen, warum auch immer. Wer also trotz der Hitze geplant hatte sein geplante Bestzeit durchzuziehen, musste spätestens nach dem Schwimmen wohl einsehen das das nix wird. Wahrscheinlich eh besser so.

Am Rad war’s dann schon richtig gemein heiß. Vor allem auf der zweiten Runde war’s so dass sich der Fahrtwind angefühlt hat wie wenn einem ein Fön ins Gesicht gehalten wird. Hab mich zwar bei jeder Verpflegstelle was geht mit Wasser abgekühlt, trotzdem hatte ich auf der zweiten Runde mal einen Einbruch bei dem’s mir kurz mal nicht richtig gut gegangen ist. Aber hab mich dann noch erfangen und hab die Radstrecke in 5:30h ganz gut hinter mich gebracht.

Da ich wußte das die größte Gefahr für mich gar nicht so die Hitze, sondern ein Sonnenstich oder Sonnenbrand sein wird, wahr ich auf dem Rad mit Bandana für den Kopf, Kurzarm-Radtrikot (nicht ärmellos) und weißen Ärmlingen recht gut verpackt. Hatte das dann auch beim Laufen an und würde ich auf jeden Fall wieder so machen.

Beim Laufen ist es dann auch ganz gut gegangen, jedenfalls bis 25k. Auf der zweiten Krumpendorf-Runde hätte es mich dann 2x fast „zamdreht“ – das war dann der Zeitpunkt ab dem ich nicht mehr auf die Uhr gesehen und irgendwelche Zeiten gerechnet habe, sondern ab da hat echt nur mehr ins Ziel kommen gezählt. An dem Tag kann man wirklich sagen: Ohne die vielen, vielen Leute die in ihren Gärten gestanden sind und die Läufer mit Wasser versorgt haben, wären viele nie ins Ziel gekommen, ich eingeschlossen.

Ich erinnere mich besonders an zwei Szenen:
Einmal hab ich nach vorne und hinten geschaut und jeder einzelne Läufer ist gegangen – bei einem Wettkampf eigentlich nicht vorstellbar Eine Familie hatte vor ihren Garten einen Gartenschlauch zum Abduschen aufgehängt und kein einziger ist da vorbeigelaufen, sondern die Leute haben sich in einer Schlange angestellt um sich kurz abkühlen zu können Das sagt wohl alles über die Verhältnisse.

Um so schöner dann natürlich der Zieleinlauf – war sicher einer der emotionalsten für mich!

Backwaterman (7k, 2:16h)

Wollte ich 2011 schon machen, war da aber zeitgleich mit dem Supaman. Jetzt hats aber geklappt und im Ottensteiner Stausee ging es zunächst mal mit dem Schiff vom Ziel auf die andere Seite des Sees zum Start. Nachdem wir da sicher eine halbe Stunde unterwegs waren, sind schon leichte Zweifel gekommen – letztendlich war’s aber einfach nur geil. Hab mich da eigentlich bis zum Ende richtig gut gefühlt!

Wachauer Radtage (98k, 2:57h)

Am Tag nach dem Backwaterman war knapp 100k Radfahren auf dem Programm. Auch da ging’s mir eigentlich sehr gut. Konnte immer wieder mal von einer Gruppe wegfahren und an eine vordere anschließen. Interessant wäre es noch geworden, wenn ich am Ende nicht Krämpfe im Oberschenkel bekommen hätte. Dadurch konnte ich beim Massensprint am Ende nicht mehr wirklich mitmachen, bin da aber trotzdem noch recht weit vorne gelandet. Da hätte mich sehr interessiert was noch gegangen wäre.

Supaman Triathlon (0,2/13/3, 0:42h)

Nachdems mir beim Backwaterman und den Wachauer Radtagen eigentlich recht gut gegangen ist (trotz kaum Trainings), dämmerte mir dass da wohl die Superkompensation vom Ironman einsetzt. Die zweite Platz in der Altersklasse haben das dann auch bewiesen!

Wobei das Schwimmen dort gar nicht meines ist. Ich frage mich wirklich wie ein See mitten im Sommer so kalt sein kann wie dort. Einschwimmen war ich recht ausgiebig, trotzdem waren dann wieder Anflüge der Panikattacken nach dem Start. Wegen der kurzen Strecke werde ich da aber wohl nicht viel Zeit verloren haben.

Die Radstrecke ist für so ein Mini-Rennen gar nicht ohne gewesen – 2-3x pro Runde ging es kurze Anstiege hoch. Fühlte mich eigentlich ganz gut und bin normal mein Rennen gefahren. Das ich gut unterwegs sein musste dämmerte mir dann wie ich in die Wechselzone gekommen bin – fast leer! Dann rief mir noch einer der Helfer zu „Super – du bist 7.!“.

Also Beine in die Hand nehmen und auf die 3x1km Runde raus! Das war dann auch richtig hart – als Langdistanzler ist das ja wie ein Sprint für mich. Dann noch dazu der Druck dass ich ganz gut vorne dabei bin und Top10 finishen kann. Mit der Zeit wurde es aber unübersichtlich und ich hatte gar keinen Plan mehr wo ich lag. Am Ende wurde es glaube ich Platz 10 und der 2. Rang in der Altersklasse. Im ganzen Rennen war ich übrigens 1x kurz unter 180 Puls…

Wermutstropfen war dann, dass ich weder wusste dass ich in der AK am Stockerl war, noch dass es für jede AK eine eigene Siegerehrung gibt! Also sind wir davor schon abgereist, weil am nächsten Tag schon der nächste Wettkampf in Mönichswald am Programm stand.

Mönichwald Triathlon (0,3/15/7, 1:21h)

Das war dann die endgültige Zerstörung der Wadln. Einen Tag nach dem Supaman gings nach dem Schwimmen aufs MTB und gleich direkt rauf in einen Anstieg. Hatte dann mit meinen Pedalen zu kämpfen die sich gelockert haben und musste die letzten km recht pommale fahren. Laufen war auch mit einigen HM gespickt und am Ende habe ich nochmal so richtig angedrückt was geht.

AUGUST

Pielachtaler Erlebnislauf (22,7k, 1:48h)

Da wurde mir klar, dass der Trainingseffekt vom Ironman schön langsam verschwindet. Hätte eigentlich gerechnet, dass ich deutlich besser unterwegs bin als im letzten Jahr. War am Ende aber dann doch 2min langsamer.

Großglockner (1:31h)

Wieder ein langgehegter Traum – einmal den Glockner rauffahren. Gleich verbunden mit einem Kurzurlaub in Kaprun. Am zweiten Tag ging’s von dort dann über Ferleiten rauf zum Fuscher Törl und weiter zur Edelweißspitze. Die 1:31h sind die offizielle Zeitnehmung die es zwischen Mautstation Ferleiten und dem Fuscher Törl gibt. Das eigentlich harte Stück kommt dann aber erste wenn man weiter auf die Edelweißspitze fährt – den höchsten Punkt den man mit dem Rad erreichen kann. Grober Asphalt, Enge Spitzkehren und deutlich steiler als alles davor. Oben auf über 2.500m angekommen dann erstmal ordentlich gegessen und dann die Abfahrt ins Tal genossen – ein Traum!!

OKTOBER

Brüssel Marathon (4:21h)

Mein Sightseeing-Marathon des Jahres – im Endeffekt wurde es nur eine richtige Trainingswoche, dementsprechend auch die Zeit. Die war aber ohnehin Nebensache. Die Stadt war jetzt aber auch nicht so berauschend, da hätte ich mir mehr erwartet.

DEZEMBER

Donauinsel Quer #2 (1:06h)

Kurzfristig eingeschoben nachdem ich im Bikeboard gelesen hatte das es das Rennen gibt. Konnte mir erste nicht wirklich was darunter vorstellen, wie man in der Brigittenauer Bucht ein Rennen veranstalten kann. Aber die haben das echt lässig gemacht: ca. 1km Runde die 1h lang gefahren wird. Dabei 6x die Böschung rauf und runter, das geht dann schon richtig rein. Nachdem es ein Cross-Rennen war, waren da auch richtige Kaliber am Start die da selbst die Böschungen raufgefetzt sind, die ich geschoben hatte. Dementsprechend wurde ich überrundet und ich glaube viertvorletzter – trotzdem hat’s Spaß gemacht und war mal was anderes.

Silvesterlauf (5,4k, 0:22:51h)

Der Abschluß des Jahres mit einem kleinen Dämpfer. Hatte schon gehofft in der Gegend eines 4er-Schnittes laufen zu können. Dem war aber bei weitem nicht so, da fehlte mir aber wohl auch das Trianing.

FAZIT / HIGHLIGHTS

  • Den Ironman Austria bei der Hitze und mit Neopren-Verbot mitzumachen war schon was besonderes
  • Mit Wien -> Graz und dem Großglockner habe ich zwei Dinge abgehakt die ich schon länger mal machen wollte
  • Back-to-back Wettkämpfe hatte ich ganze vier. Am härtesten sicher die beiden Triathlons, da waren die Wadln dann schon beleidigt. Dafür das erste Mal am Stockerl in der Altersklasse 😉
  • Grundsätzlich hat’s mir sehr getaugt so viele Wettkämpfe zu machen, vor allem im Juli konnte ich so die Form nach dem Ironman noch richtig gut ausnutzen

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