Die Trainingsbibel für Triathleten

"Courage is not the absence of fear, but the realization that there is somethig greater than fear."

- Ambrose Redmoon

My Road to Kona / Triathlon Blog von Martin Muehl
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Radstrecke des Ironman Lanzarote

Der Ironman Lanzarote gilt als einer der härtesten der Welt, zum großen Teil wegen der anspruchsvollen Radstrecke. Alleine die beinharten Fakten sprechen für sich: ~2.600HM auf 180km aufgeteilt, der anschließende Marathon mit 4 Runden á 10+km ein einiges Hirn-Martyrium auf einer Laufstrecke ohne einem einzigen Schatten.

Der letzte Trainingstag des vorletzten Trainingsblocks eignet sich natürlich hervorragend die Radstrecke zu begutachten und die kaum verbliebenen Körner danach bei einer Laufrunde endgültig des Körpers zu verbannen.

Zur Selbstmotivation nochmal meinen Blog-Eintrag von der längsten Einheit beim Trainingslager auf Mallorca voriges Jahr gelesen:

“[...] In Wirklichkeit ist es aber völlig wurscht ob ich 3h oder 6h am Rad bin, solange alles im Grundlagenausdauerbereich bleibt. Der einzige Unterschied ist dass ich automatisch im Kopf habe dass es schwer und mühsam ist. Ist es nicht.

Najo schau ma mal…

Ironman Lanzarote / Radstrecke:BIKE-COURSE web-big 000

Ein wirklich glückliches Händchen habe schon mal bei der Wahl des Tages für diese Ausfahrt bewiesen: Wind lt. Wetter bericht: 50-60km/h aus NNO (sprich rechts oben) = Worst Case Szenario.

Die Ausfahrt im Detail:

DSC01022

Nach dem obligatorischen Regen den es mir bei Yaize waagrecht von den Feuerbergen kommend ins Gesicht getrieben hat ging’s erst mal äußerst kommod mit 60-65km/h ans linke untere Ende der El Golfo-Schleife. Meine eigene Schlauheit stand mir da aber leider im Weg um das richtig genießen zu können: wenn’s nämlich mit über 60 dahingeht und es ist praktisch windstill, dann viel Spaß beim Umdrehen!

So war’s dann auch. Wobei der reine Gegenwind ja noch nichtmal das Schlimmste war. Das Schlimmste waren die Windböen die auf eine sehr eigene Thermik rund um El Golfo schließen lassen (erste Böe von rechts bei der’s mich fast umhaut, daraufhin eine Böe von links bei der’s mich wirklich fast umhaut, dann plötzlich windstill).

Dann die Feuerberge rauf und unmittelbar hintereinander gleich zwei Todesstöße für das Ego einer ambitionierten Hobette: Zum Einen überholt mich zum ersten Mal am Trainingslager wer (die beiden Kampf-Spanier haben aber sicher nur Intervall-Training gemacht!). Zum Anderen hätt’s mich einmal echt fast umgehaut vom Wind. Und zwar schon mitten auf der Strasse, linkes Bein ausgeclickt am Boden stehend und trotzdem glaub’ ich mich weht’s zurück nach Playa del Carmen (und durch den Berg neben mir). Wahnsinn!

Die ersten ca. 80km bis nach Famara (Punkt 4 im Plan) bin ich keine 20min im Auflieger gefahren. Dafür sind weder das P2 noch ich gebaut. Kurz vor Teguise dann die Halbzeit der Radstrecke, sowohl was km und auch HM angeht. Die eigentlichen Anstiege dann zur Radarstation hinauf und ganz im Norden zum Mirador del Rio waren dann mangels Wind richtig angenehm. (Fast) entschädigend war dann das Stück zurück auf der Bundesstraße LZ-1 nach Tahiche - Rückenwind und endlich mal durchgehend im Auflieger! Einzige Herausforderung ist dann noch die Straße zu der man kurz vor Nazareth links einbiegt. Weniger für die Kondition als viel mehr für’s Material. Der schlimmste Asphalt auf Lanzarote stellt sich auch nochmal vor und sorgt beim Ironman sicher für einige Stoßgebete zum Reifengott.

Fahrtechnisch geht’s dann eigentlich auch nur mehr bergab, doch auch das ist nicht ohne - dem Wind sei Dank! Wenn nämlich von links der Wind reinblast vom Feinsten und es kommt ein LKW oder Bus entgegen, dann geht man schon automatisch in die Erwartungshaltung (= geduckt, beide Hände an den Bremsen, ein Bein so gut wie ausgeclickt und mit dem Leben abschließend).

Am Ende war ich einfach nur froh das nix passiert ist und skeptisch bis gespannt wie’s mir beim Laufen gehen wird.

Übrigens: die oben genannte Weisheit hat sich bewahrheitet, so lange man im Grundlagenbereich bleibt ist die Dauer der Belastung “relativ” wurscht, wichtig ist nur in der Grundlage bleiben und ausreichend verpflegen!

ergomo-Auswertung:
178,5km, 2.678HM, 7:18h, Durchschnitt: 198W

Ironman Lanzarote / Laufstrecke:

carreraPUMA

DSC01028Das Laufen war im Vergleich zu dem Radfahren davor komplett ereignislos. Mir ging’s einigermaßen gut, beim Rückweg von der Wende mit der Sonne im Gesicht richtig happy - zum Einen das Training und überhaupt den ganzen Trainingsblock gut überstanden zu haben, zum Anderen war’s der 6. März und ich bin draußen im Tri-Top unterwegs - schöne Grüße nach Mitteleuropa :-)

Garmin-Auswertung:
11,8km, 0:57h - somit ein saftiger 4:52er Schnitt!

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2 Kommentare

1. Trainingslager Lanzarote - 3. Trainingsblock | Triathlon Blog von Martin Muehl schrieb am 07. March 2009 um 20:11

[...] Radstrecke des Ironman Lanzarote > [...]

2. MArkus schrieb am 08. March 2009 um 17:58

Also ich freu mich schon auf den 23. Mai !!!!!
Das wird einfach nur geil werden !

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