Wintertraining ab November

Das ich Marathons laufen kann hatte ich ja schon bewiesen, 180km auf dem Rad sind reine Trainingssache – also sollte einem erfolgreichen Ironman-Finish ja nichts mehr im Wege stehen, oder? War da nicht noch was? hmmm… Achja, zum einen kommt beides hintereinander und zum zweiten gibts vorher noch 3,8km schwimmen.

Mein zu der Zeit bevorzugter Schwimmstil war ein Mix aus Brustschwimmen und Kraulen, wobei die Hände gekrault und die Beine Brust geschwommen sind. Sah zwar irsinnig stylish aus, soll aber aus mir unerfindlichen Gründen nicht ganz so effektiv wie richtiges kraulen sein.

Also war bis Ende des Jahres vorrangig richtig kraulen zu lernen. Saisonkarte gekauft für das Döblinger Hallenbad und erstmal mühsam mir selbst gelernt den Kopf beim Ausatmen unter Wasser zu lassen. Nachdem das dann endlich geklappt hatte, sah ich beim Kraulen schön langsam auch nicht mehr so aus als ob ich mit einem Hai kämpfe.

Zur Verfeinerung der Technik wurde dann noch gemeinsam mit Freunden aus dem Wien-Marathon Forum ein Schwimm-Trainer (halbwegs) regelmäßig verpflichtet.

Mit dem Rad hauptsächlich Grundlagenausdauer auf der Walze. Relativ unspektakulär und eintönig, wers kennt, weiss was ich mein. Dadurch jedenfalls Zeit die ersten drei Staffeln von Alias auf DVD anzusehen…

Die ersten Schritte – Sommer 2005

Nachdem also der Triathlon als zukünftiges Mittel der Qual ausgewählt war, ist das Ziel Ironman natürlich naheliegend.

Doch bevors so richtig losging erst mal bei einem Sprint-Triathlon getestet obs überhaupt was für mich ist – es war natürlich was wie Du Dir als cleverer Leser natürlich gedacht hast (und wie die bloße Existenz dieses Blogs hier nahelegt).

Nachdem das also geklärt war gings zum Fahradhändler meines Vertrauens um mich mit der entsprechenden Rad-Ausrüstung auszustatten (KTM Strada 4000). Am Plan stand im Sommer beginnen ausgiebig Rad zu fahren und entsprechende km zu sammeln.

Der Kauf fiel zwar in meine eigene U2-Konzertreise bei der ich vier Wochenenden hintereinander unterwegs war (Gelsenkirchen, London, Dublin, Wien) und durch einen entsprechenden Mangel an Zeit unter der Woche nur kurze Ausfahrten machen konnte. Im Nachhinein betrachtet war das aber gar nicht so schlecht weil ich dadurch immer geil aufs radeln war wie man so schön sagt (das ist auch den ganzen Sommer so geblieben – Zitat meiner Wenigkeit beim Fortgehen zu einem Freund von mir: Weißt was ich jetzt am liebsten machen würde?Was?Mit dem Rennrad den leeren Gürtel entlang düsen.Du bist ja gestört.).

Im Juli/August sinds dann insgesamt auch über 1.100 km geworden. Dabei waren auch schon zwei Radmarathons – Wachau und Stadtschlaining – und wer Stadtschlaining kennt der weiss der ist nicht ohne: 155km und über 2.000 Höhenmeter. Hatte dann Ende August noch einen Halbmarathon in Kärnten den ich locker mit einem Freund gelaufen bin.

Im September gabs dann quasi als Saisonabschluss und Vorgeschmack wies mir beim Ironman-Marathon gehen wird den Wachau-Ultramarathon (55km). Mit einer Lauf-Vorbereitung von nicht mal 200km mag das Manchen nicht ganz dicht vorkommen – ich habs gebraucht um nicht wie bei meinen bisherigen Marathons „nur“ an meine Tempoausdauer-Grenzen zu kommen, sondern auch um mal zu sehen wies denn so an der „Ich bin froh wenn ich ins Ziel komme“-Grenze aussieht. Dort habe ich mich dann auch einGEHEND umgesehen und muss sagen Urlaub will ich dort nicht machen…

Triathlon – mein neues Mittel zur Qual

Nachdem ich 2000 mit dem ersten Marathon begonnen habe, gab’s voriges Jahr in Wien mein 10. Jubiläum. Nach 6x Wien, 3x Berlin und 1x Wachau und einer Bestzeit von 3:22h galt es für mich die nächsten Ziele zu definieren.Möglichkeiten hatte ich folgende:

  • Marathonzeit <3h
  • Ultramarathons
  • Triathlon

Die sub3 wäre ein sehr reizvolles Ziel gewesen, hätte mich dann aber rein auf das Laufen beschränkt und auch die zukünftig frühen Termine des Vienna City Marathons (Anfang Mai) würden für mich drei von vier Monaten Vorbereitung im Winter bedeuten.

Ultraläufe wären zwar auch sehr interessant gewesen, würden aber besser in eine spätere Lebensphase passen da ich im Moment noch mehr der (Zeiten)Jäger als (Marathon)Sammler bin.

Blieb also nur der Triathlon – natürlich mit dem Traum vom Ironman im Hinterkopf…