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- Charles Richards

My Road to Kona / Triathlon Blog von Martin Muehl
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Gehpausen beim Marathon

weiterlaufenSeit Beginn meiner Läuferkarriere im Jahr 2000 habe ich eine Abneigung gegen Gehpausen beim . Gehpausen waren für mich immer ein Zeichen von Schwäche, anstatt von guter Krafteinteilung.

In meiner Anfangszeit war ich immer ganz fertig wenn ich im Gehpausen einlegen musste, für mich stand immer das Kämpfen im Vordergrund – das Erreichen von Zielen die ich nicht für möglich gehalten hätte.

Bei meinem ersten Marathon (VCM 2000) hatte ich geplant ab km10 bei den Verpflegstellen jeweils kurze Gehpausen zu machen um sicher zu gehen dass ich nicht nach 30km aufgeben muss. Bei km10 war’s aber wegen der vielen neuen Eindrücke, der Zuschauer auf der Strecke und wegen dem Stolz auf mich selbst so, dass die ersten zehn Kilometer wirklich wie im Flug vergangen sind.

Immer weiter bin ich gekommen, ohne die erste Gehpause einzulegen – immer darauf wartend wann der erste Einbruch kommt. Der ist auch gekommen, aber nicht so stark dass ich nicht weiterlaufen konnte. Schließlich war ich nach 4:01h im Ziel und natürlich überglücklich – nicht nur weil ich den ersten Marathon gelaufen bin, sondern vor allem weil ich ihn durchgelaufen bin!

Die erste große Niederlage kam dann beim Berlin-Marathon 2002 – fünfter Marathon und das erste Mal musste ich Gehpausen einlegen! Eine Katastrophe damals. Insgesamt konnte ich acht meiner zehn Marathons durchlaufen.

Das Umdenken (?)

Mittlerweile bin ich mir aber gar nicht mehr so sicher, ob das unbedingt durchlaufen wollen auch der richtige Weg ist um möglichst schnell ins Ziel zu kommen. Bei meinem ersten Ironman (IMA 2006) sind mir immer wieder Leute aufgefallen, die mit abwechselndem gehen und über lange Strecken genau so schnell waren wie ich der sich laufend gequält hat nicht stehenzubleiben.

Bei beiden Ironmans bin ich den Marathon bisher noch nicht durchgelaufen und stelle mir gerade die Frage, ob das denn überhaupt ein Ziel sein soll.

Die Gefahren von Gehpausen

Gehpausen einzulegen birgt natürlich einige Gefahren. Zum Einen ist es zumindest in den ersten Momenten schmerzhafter nach einer Gehpause weiterzulaufen, als gar nicht stehenzubleiben. Jeder der bei einem Marathon nach 35km stehengeblieben und wieder weitergelaufen ist, weiß sicher was ich meine.

Zum Anderen kann’s natürlich auch passieren, dass aus einer kurzen Gehpause bei der Verpflegstelle gleich mal ein paar Hundert Meter werden weil man sich nicht gleich aufraffen kann und eh schon alles wehtut (oder es wird fast der ganze Lendkanal ;-) .

Persönlich glaube ich für mich dass es derzeit besser wäre mir den Druck zu nehmen unbedingt durchlaufen zu müssen.

Wie handhabt Ihr das – macht Ihr Gehpausen oder nicht? Oder macht Ihr Euch darüber keine großen Gedanken?

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14 Kommentare

1. Jürgen schrieb am 18. April 2008 um 10:30

das Thema das du ansprichst ist schon ziemlich interessant. bin ja wie auf meinem blog berichtet vor 1er woche meinen ersten marathon (durch)gelaufen und habe dort ähnliche erfahrungen gemacht (leute die gehen, schmerzen beim anlaufen nach verpflegestation, etc…). ich finde dass das ganze schon etwas mit stolz zu tun hat. gehen ist irgendwie trotzdem ein zeichen von schwäche. von der endzeit her wird wohl ein möglichst gleichmäßiges tempo das schnellste sein, ich weiß aber durchaus dass das einfacher gesagt als getan ist. im Training sollte man, so denke ich, gehpausen schon vermeiden weil sie eher für eine falsch gewählte intensität sprechen (außer beim intervalltraining)

lg jürgen

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2. Helmut schrieb am 18. April 2008 um 18:54

War am Anfang auch immer der Meinung KEINE Gehpausen zu machen. Mittlerweile mach ich regelmäßig Gehpausen und komm damit gut zurecht.
PS: Starte nächstes Jahr in Klagenfurt ;)

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3. Martin Mühl schrieb am 18. April 2008 um 19:25

Einer der Gründe warum ich’s damals unbedingt vermeiden wollte war, um von Anfang an keine Ausreden zuzulassen. Vor allem zu Beginn kann’s natürlich leicht passieren dass man sein Training nicht durchzieht weil’s gerade zu anstrengend ist, zu heiss, oder was auch immer. Das wollte ich damit auch unterbinden.

Jetzt denke ich aber dass ich mich selbst so gut kenne um unterscheiden zu können ob’s jetzt eine Ausrede ist, oder ob’s wirklich besser ist jetzt mal eine Gehpause zu machen. Auch wenn’s natürlich ein schmaler Grat ist, vor allem wenn man schon paniert ist.

Ich glaube es ist auch ein Unterschied zwischen Marathon und Ironman-Marathon. Im Verhältnis zur Gesamtzeit fallen 5min Gehpausen beim Ironman natürlich viel weniger ins Gewicht.

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4. Peter schrieb am 18. April 2008 um 20:03

Also darüber hab ich echt noch nie nachgedacht,

aber wenns mich schon mal so fragst *g* Also ich würde es nicht als Gesichtsverlust erachten, wenn man ne Gehpause einlegt. Warum auch? Ich finds eigentlich fast härter, nach eben so 500m Pause sich wieder aufzuraffen und weiterzumachen. Das ist doch Härte!

Beim Ironman wars sowieso bei mir nur Stop&Go und DAS würde ich sowieso nicht mit nem “normalen” Marathon vergleichen. Das ist ne Stufe drüber.

Um ehrlich zu sein, war mein schnellster Marathon mit 3:13 auch der “leichteste” und wirklich zaach waren diese 4:00 Plus Bewerbe. Wo du weißt, dass dir die Kraft bei KM 33 sowas um den Dreh ausgehen wird und die Frage nicht das OB? ist sonder nur das WANN. Das hat auch ne Spannung….

Die ich mir übrigens am 27.April wieder in Wien gebe. MIt wirklich sehr sehr wenig Training (max. 4h pro Woche Laufen) werde ich mich über die Marathondistanz wagen und relativ sicher ne Gehpause einlegen… und dann hoffentlich weiterlaufen.. nein ganz bestimmt… glaub ich.

Peter
http://www.tri4life.at

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5. Ferry Adler schrieb am 18. April 2008 um 21:13

Hi Martin.

Ich denke , dass Du Dir auf keinen Fall beim Ironman uber evtl Gesichtsverlust oder Stolz bezgl Gehpausen den Kopf zerbrechen solltest.
Alleine einen Ironman duchzustehen ist der absolute Wahnsinn und jedem gebuhrt der grosste Stolz, der diese Distanz duchsteht.
Mein Ziel fur den Ironman France ist es den Marathon “duchzulaufen”, d.h. fur mich, Gepausen bei allen Verpflegungsstellen. Ich bin kein Profi und kann nicht gleichzeitig laufen ,trinken und essen, da verschlucke ich mich nur und komme aus dem Rythmus und deshalb trainiere ich diese Pausen bei meinen langen Laufen, d.h. z.B. bei einem 30km Lauf gehe ich alle 20 min fur 15-20 sek und trinke und alle 30 min nehme ich ein Gel zu mir.
Dies simuliert die Verpflegungsstellen zeitlich gesehen und gewohnt den Korper daran, Nahrung und Flussigkeit wahrend des langen laufens anzunehemen.
habe dies jetzt schon seit 5 Monaten so gemacht und es funktioniert prima, mein Energielevel bleibt konstant und ich laufe den letzten Kilometer so schnelle wie den ersten :-)

Hoffe Du kannst diese Erfahrung zu etwas gebrauchen.

Gruesse von Ferry

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6. Martin Mühl schrieb am 19. April 2008 um 01:31

Auf jeden Fall eine gute Idee das auch im Training zu üben! Vielleicht war bei den Ironmans das weiterlaufen auch deshalb zu zach, weil ich’s aus dem Training nicht kenne oder gewohnt bin und deshalb die Überwindung noch größer war.

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7. Jürgen schrieb am 19. April 2008 um 07:54

Das kurze Gehen bei den Verpflegestationen hätt ich persönlich jetzt gar nicht als solches gewertet. Der Zeitverlust (im Sekundenbereich) steht ja sowieso in keiner Relation zur Wichtigkeit der ausreichenden Nahrungsaufnahme. Da is es allemal gescheiter in Ruhe seine Gels und Getränke etc. zu konsumieren als die 15 sek Zeit nicht zu verlieren und dafür am Schluss die Rechnung präsentiert zu bekommen. Die Nahrungsaufnahme zu trainieren (besonders das Trinken aus den Bechern) is übrigens ne gute idee! Wenn man schon fertig ist, tut man sich da schon etwas hart.

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8. Ferry Adler schrieb am 20. April 2008 um 21:50

Hi Martin.

mal noch eine Frage, nun wo du doch so einen schonen Ergomo Wattmesser hast und ihn vermutlich auf mallorco viel getestet hast, was ist dein Ziel der Durchschnittswatts im kommenden Ironman?
Wieviel meinst du oder willst du halten im Durchschnitt?

grusse von ferry

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9. Martin Mühl schrieb am 21. April 2008 um 03:51

Ich werde vorm Ironman noch einen Leistungstest machen und kann Dir das dann genau sagen, je nachdem wo meine Schwellen sind!

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10. sake schrieb am 23. April 2008 um 14:20

ich bin in klafu eigentlich immer dazwischen gegangen um in ruhe zu trinken und zu traschen. why not? um was gehts bitte?

ausserdem brauchst pausen eh fürs pinkeln ;-)

wie gehts dir? bist fit? klafu 2008 kann kommen?

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11. Martin Mühl schrieb am 23. April 2008 um 15:32

trinken kann ich im laufen auch, pinkeln muss ich normalerweise nicht und fürs tratschen hab ich auch keinen nerv :-)

sonst gehts mir gut, klafu kann noch nicht kommen, aber am 13.7., da bin ich bereit!

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12. ironal schrieb am 03. May 2008 um 09:38

Die Diskussion über Gehpausen beim Marathon ist doch müssig – oder?

Wir geben tausende Euronen für aerodynamische Bikes, coole Accessoires und anderes auszugeben um – hoffentlich – schneller zu sein.

Wenn Gehpausen helfen schneller zu sein (wozu sie nach nach meiner Erfahrung beitragen) – sei’s drum.

Mind over matter!
If you don’t mind, it won’t matter.

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13. TriFilmed schrieb am 03. May 2008 um 15:37

Wo wir wieder bei der Materialschlacht wären…

Wenn man 2000€ für Rad ausgibt was einem vielleicht ein paar Minuten aufm Ironman bringt, dann denke ich ist die Variante mit nicht gehen besser:)

Von mir selbst weiß ich, wenn ich einmal gehe komme ich so schnell nicht mehr in Tritt. Wobei ich sagen muss wenn ich ganz stehen bleibe dann gehts danach für einige Meter wieder richtig gut.

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14. Martin Mühl schrieb am 03. May 2008 um 16:59

Die Frage ist eben ob ich damit schneller werde, oder nicht. Ich glaube ich würde dazu neigen zu viele und zu lange Gehpausen zu machen und hätte keine so große Motivation mich zu überwinden wenn ich wüsste das Gehpausen eh ok sind. Bei den letzten Ironmans waren’s teilweise schon Wandertage bei mir – die Zeit war bei beiden dann zwar schon wurscht, trotzdem ist für mich glaube ich die Motivation größer mich mehr zu überwinden und alles zu geben wenn ich die Gehpausen wirklich auf ein Minimum reduziere.

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