Garmin Forerunner 405CX – leider kein Kauftipp!
Geschrieben von Martin Mühl am 23. May 2011. Kategorie: Allgemein
Hoch waren die Erwartungen an den vermeintlichen Heilsbringer für die Trainingsaufzeichnung – integriertes GPS, wasserdicht und somit fürs Schwimmen geeignet, innovatives Bedienkonzept und automatisches Übertragen der Trainingsdaten ins Internet – die Vorfreude war einfach groß.
Was auf der positiven Seite überbleibt ist die automatische Übertragung der Trainingsdaten ins Garmin Trainingscenter, die Daten lassen sich auch automatisch ins eigene runtastic Konto hochladen was die Trainingsaufzeichnung deutlich erleichtert.
Von Anfang an ein schlechter Start
Voller Vorfreude gings nachdem ich die Uhr zu Weihnachten bekommen hatte in den ersten Lauf und der war wohl schon ein schlechtes Omen für alles was da noch kommen sollte. Standardmäßig war aller möglicher Schmafu eingestellt der die Uhr zu einem Dauer-Gepiepse veranlasst hat der schon beim ersten Lauf beinahe eine Spontan Entsorgung auf der Donauinsel zur Folge hatte. Kein Wunder wenn Auto-Lap, Automatisches Blättern, HF Zonenalarme und was weiß ich vorab eingestellt sind.
Ok – musste ich mir die Zeit nehmen alles mal richtig einzustellen. Was mich direkt zu meinem nächsten Punkt bringt – alles muss mit dem furchtbaren Touch-Ring direkt auf der Uhr eingestellt werden.
Der Touch Ring – einfach zum Vergessen
Der Touch-Ring bekommt von mir in erster Linie mal ein fettes Fragezeichen – keine Ahnung was man sich dabei gedacht hat, bzw. was der Sinn eigentlich sein soll. Die Garmin Leute müssen den doch selbst mal getestet haben – sollte man meinen.
Einstellen der Meßwerte
Die Anzeige auf der Uhr kann individuell eingestellt werden, was natürlich grundsätzlich super ist. Mühsam wirds wenn ich für jede Einstellung über 30 Werte durchscrollen muss bis ich den richtigen habe. Noch dazu wenn eine falsche Berührung dazu führt dass er irgendeinen Wert übernimmt und ich das ganze wieder von vorne starten muss.
Da sind teilweise Sachen dabei die doch niemals jemand wissen will – nicht alles was ich messen kann brauche ich auch wirklich, vor allem wenns die Bedienung der paar Standard-Meßwerte die 99% der Sportler brauchen so erschwert.
Bedienung des Touch-Rings
Am Schreibtisch kommt man ja vielleicht noch halbwegs zurecht, aber nichtmal da führt dieser elendige Touch Ring zu irgendeiner Erleichterung. Im Training/Wettkampf sollte man folgendes außerdem so gut es geht vermeiden: Wasser, Regen, Schweiß und Handschuhe im Winter – beides macht den Toch Ring einfach unbedienbar.
Gerade wenn ich im Training schon paniert bin möchte ich mich nicht noch mit meinem Pulsmesser herumärgern müssen.
Batterielebensdauer – nicht geeignet für Langdistanzen
Ein Einsatz beim Ironman ist ohnehin nicht möglich, zumindest wenn ich beim Laufen auch noch was davon haben will. Auf trifuel habe ich gelesen dass das Teil bis 8h aushält, wer den Ironman unter 8h finished für den ist zumindest das kein Thema. Gibt halt nicht viele Menschen auf dem Planeten für die das zutrifft.
Aktuell bekomme ich übrigens nach 1,5h beim Laufen die Info dass die Batterie leer ist und die Uhr dreht sich ab. Jetzt schon 2x so passiert, trotz voller Aufladung beim Start. Wenn das mal im Wettkampf passiert, bleibt von der Uhr nix über außer Plastikflecken am Asphalt…
Die Alternativen zum Forerunner 405CX
Am Ende bleibt die Frage was die Alternative ist, hab mir jetzt mal von den großen Herstellern die vergleichbaren Modelle rausgesucht:
- Polar RS800CX
http://www.polar-austria.at/at-de/produkte/maximiere_deine_leistung/laufen_multisport/RS800CX - Timex Ironman Global Trainer
http://www.timex.de/Global-Trainer-Bodylink-R-System-mit-G.4842.0.html - Suunto t6d
http://www.suunto.com/de/Products/Training-Hr-Monitors/suunto-t6d/Suunto-t6d-Black-Smoke/
Von der Beschreibung her tendiere ich zur Timex, vom Feeling her zum Polar. Von Suunto hatte ich noch nie was…
Was habt IHR bei Euch im Einsatz?
Tags: garmin, trainingTipp des Tages:
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2 Kommentare
1. Andi schrieb am 24. May 2011 um 14:04
Hatte 6 Jahre die T6 (ist jetzt Tacho am MTB weil der Batteriedeckl nicht mehr dicht ist aus eigenverschulden) und seit 2 Jahren die T6c.
. Ich habe eine Genauigkeit von +/-10m am km.
Genau die Nachtteilde die du oben beschrieben hast, hat sie nicht. Funktioniert einfach und hat mich nur selten im Stich gelassen (Bedienfehler).
Die Genauigkeit beim Laufen mit dem Pod am Bein ist beeindruckend, aber muss kalibriert werden. Nicht nach Schuh sondern eher nach Tempo d.h. wenn dir Genauigkeit bei Tempo 4:30 wichtig ist dann bitte nicht bei einem 6er Schnitt kalibrieren
lg,a.
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2. Markus schrieb am 26. May 2011 um 16:03
Hallo Martin!
). Die Bedienung ist meiner Meinung nach einfach, und obwohl diese Uhr ziemlich groß ist, gibt es beim ausziehen des Neos keine Probleme (habe schon 2 Triathlons mit dieser Uhr hinter mir). Der Vorteil an dieser Uhr ist der integrierte GPS-Empfänger, so dass du nicht ein zusätzliches Gerät am Schuh oder sonst wo benötigst. Der große Nachteil an diesem Gerät ist der flexible Brustgurt, der nicht wirklich funktioniert. Ich verwende den Gurt von Polar mit dem Garminsender, das funktioniert bestens. Zum betrachten der Daten verwende ich Sporttracks, diese Software ist meines Erachtens besser als das Trainingscenter (allerdings werden die Wechselzeiten im Sporttracks nicht berücksichtigt, was das Trainingscenter schon macht). Mit etwas herumsurfen findet man diese Uhr um einiges billiger als beim Händler. Wenn du dir noch den Trittfrequenzsensor z.b. vom Edge500 besorgst, dann kannst du diese Uhr auch als Fahrradcomputer verwenden.
Ich bin seit etwas mehr als ein halbes Jahr stolzer Besitzer des Garmin Forerunners 310XT. Akkuzeit von 18 Stunden (geht sich somit für den Ironman, der in 17 Stunden beendet sein muss, aus
Markus!
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Martin Mühl Reply:
May 26th, 2011 at 16:25
Hallo Markus!
Danke für die Info – der 310XT ist irgendwie an mir vorbeigegangen. Hatte ja vorher auch den 305, der war aber schon sehr klobig und außerdem ja nicht wasserdicht. Werd mich da mal schlau machen bei den Alternativen, mal sehen was es wird…
LG
Martin
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Andi Reply:
May 30th, 2011 at 14:37
der 310xt ist leider nicht alltagstauglich, weil er doch recht “protzig” auf dem Handgelenk thront.
Die T6 ist eine der Wenigen die auch mit Anzug und Krawatte eine halbwegs gute/dezente Figur macht.
Ich will nicht 2 Uhren, eine für privat und eine für den Sport durch die Gegend schleppen.
Wenn das nicht stört ist sie eine gute Uhr,ein Vereinskollege ist sehr zufrieden mit ihr…
Einziger Nachteil bei der T6 ist, dass der Puls im Wasser nicht funktioniert und die Höhenmessung verrückt spielt. Bin am überlegen ob ich mir eine billige Polar zum schwimmen kauf.
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