Garmin Forerunner 405CX – leider kein Kauftipp!

Hoch waren die Erwartungen an den vermeintlichen Heilsbringer für die Trainingsaufzeichnung – integriertes GPS, wasserdicht und somit fürs Schwimmen geeignet, innovatives Bedienkonzept und automatisches Übertragen der Trainingsdaten ins Internet – die Vorfreude war einfach groß.

garmin-forerunnerWas auf der positiven Seite überbleibt ist die automatische Übertragung der Trainingsdaten ins Garmin Trainingscenter, die Daten lassen sich auch automatisch ins eigene runtastic Konto hochladen was die Trainingsaufzeichnung deutlich erleichtert.

Von Anfang an ein schlechter Start

Voller Vorfreude gings nachdem ich die Uhr zu Weihnachten bekommen hatte in den ersten Lauf und der war wohl schon ein schlechtes Omen für alles was da noch kommen sollte. Standardmäßig war aller möglicher Schmafu eingestellt der die Uhr zu einem Dauer-Gepiepse veranlasst hat der schon beim ersten Lauf beinahe eine Spontan Entsorgung auf der Donauinsel zur Folge hatte. Kein Wunder wenn Auto-Lap, Automatisches Blättern, HF Zonenalarme und was weiß ich vorab eingestellt sind.

Ok – musste ich mir die Zeit nehmen alles mal richtig einzustellen. Was mich direkt zu meinem nächsten Punkt bringt – alles muss mit dem furchtbaren Touch-Ring direkt auf der Uhr eingestellt werden.

Der Touch Ring – einfach zum Vergessen

Der Touch-Ring bekommt von mir in erster Linie mal ein fettes Fragezeichen – keine Ahnung was man sich dabei gedacht hat, bzw. was der Sinn eigentlich sein soll. Die Garmin Leute müssen den doch selbst mal getestet haben – sollte man meinen.

Einstellen der Meßwerte

Die Anzeige auf der Uhr kann individuell eingestellt werden, was natürlich grundsätzlich super ist. Mühsam wirds wenn ich für jede Einstellung über 30 Werte durchscrollen muss bis ich den richtigen habe. Noch dazu wenn eine falsche Berührung dazu führt dass er irgendeinen Wert übernimmt und ich das ganze wieder von vorne starten muss.

Da sind teilweise Sachen dabei die doch niemals jemand wissen will – nicht alles was ich messen kann brauche ich auch wirklich, vor allem wenns die Bedienung der paar Standard-Meßwerte die 99% der Sportler brauchen so erschwert.

Bedienung des Touch-Rings

Am Schreibtisch kommt man ja vielleicht noch halbwegs zurecht, aber nichtmal da führt dieser elendige Touch Ring zu irgendeiner Erleichterung. Im Training/Wettkampf sollte man folgendes außerdem so gut es geht vermeiden: Wasser, Regen, Schweiß und Handschuhe im Winter – beides macht den Toch Ring einfach unbedienbar.

Gerade wenn ich im Training schon paniert bin möchte ich mich nicht noch mit meinem Pulsmesser herumärgern müssen.

Batterielebensdauer – nicht geeignet für Langdistanzen

Ein Einsatz beim Ironman ist ohnehin nicht möglich, zumindest wenn ich beim Laufen auch noch was davon haben will. Auf trifuel habe ich gelesen dass das Teil bis 8h aushält, wer den Ironman unter 8h finished für den ist zumindest das kein Thema. Gibt halt nicht viele Menschen auf dem Planeten für die das zutrifft.

Aktuell bekomme ich übrigens nach 1,5h beim Laufen die Info dass die Batterie leer ist und die Uhr dreht sich ab. Jetzt schon 2x so passiert, trotz voller Aufladung beim Start. Wenn das mal im Wettkampf passiert, bleibt von der Uhr nix über außer Plastikflecken am Asphalt…

Die Alternativen zum Forerunner 405CX

Am Ende bleibt die Frage was die Alternative ist, hab mir jetzt mal von den großen Herstellern die vergleichbaren Modelle rausgesucht:

  1. Polar RS800CX
    http://www.polar-austria.at/at-de/produkte/maximiere_deine_leistung/laufen_multisport/RS800CX
  2. Timex Ironman Global Trainer
    http://www.timex.de/Global-Trainer-Bodylink-R-System-mit-G.4842.0.html
  3. Suunto t6d
    http://www.suunto.com/de/Products/Training-Hr-Monitors/suunto-t6d/Suunto-t6d-Black-Smoke/

Von der Beschreibung her tendiere ich zur Timex, vom Feeling her zum Polar. Von Suunto hatte ich noch nie was…

Was habt IHR bei Euch im Einsatz?

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