Den Wasserschatten beim Schwimmen nutzen
Geschrieben von Martin Mühl am 09. July 2008. Kategorie: Schwimmen

Für viele Triathleten ist ja das vorrangige Ziel beim Schwimmen unbeschadet und mit so wenig Feindberührung wie möglich durchzukommen. Mit einigen wenigen Tipps kann aber auch beim Schwimmen jeder noch einige Minuten herausholen.
Jeder Triathlet kennt den Vorteil des Windschatten fahrens am Rad, schließlich wird man bei Triathlons immer wieder von Gruppen überholt die verbotenerweise nicht den notwendigen Abstand einhalten.
Auch beim Schwimmen kann mit mit einer richtigen Positionierung hinter dem Vordermann Kraft sparen. Noch dazu legal.
Vorteile des Schwimmens im Wasserschatten:
- Durch den verringerten Widerstand sind längere Armzüge möglich
- Bei gleichbleibender Geschwindigkeit ist weniger Kraftaufwand notwendig -> weniger Laktat wird produziert, geringere Herzfrequenz
In Zahlen:
Für die olympische Distanz bringt der richtige Wasserschatten eine Geschwindigkeitszunahme von ca. 3%. Umgelegt für die Langdistanz würde dies bei einer Schwimmzeit von 70min. eine Ersparnis von ca. 2min. bringen.
Die richtige Positionierung *)
Schwimmt man ca. 40cm neben einem anderen Athleten kann man dessen Welle nutzen, anstatt dagegen anschwimmen zu müssen. Die beste Position dafür ist ca. 50-100cm seitlich neben dem anderen Schwimmer (Abstand der Fingerspitzen zueinander). Dies bringt eine Reduzierung des Wasserwiderstandes von ca. 7%.
Die beste Position ist aber direkt hinter einem anderen Schwimmer, mit einem Abstand von ca. 50cm (Füsse des Vordermannes zu den eigenen Fingerspitzen). Dies bringt eine Reduzierung des Widerstandes von bis zu 20%.
Fazit
Die Realität von Triathlons mit über 2.000 Startern die im Wasser gleichzeitig lossprinten, führt theroetische Zeitersparniss aus dem Labor sicher oft ad absurdum. Doch wenn man Zeit und Platz hat sich im Wasser entsprechend positionieren zu können, schadet es sicher nicht zu wissen wo.
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*) Untersucht wurden verschiedene Positionen von Athleten untereinander an der Universität von Otago in Neuseeland.
Tipp des Tages:
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5 Kommentare
1. Alfred schrieb am 09. July 2008 um 14:31
danke martin
guter tipp, fürchte nur das ich das bis litschau nicht hinbekomme, und um mich und andere athleten nicht zu “gefährden” schön brav mich hinten anstelle und etwas später die strecke in angriff nehme (so wie vor 10 jahren am sulmsee)
alles gute für klagenfurt
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2. Marcus schrieb am 10. July 2008 um 15:31
überleben ist alles. Am Rand aufstellen und das Feld vorlassen ist mein Tip um einen guten Schwimmrythmus zu bekommen ohne Prügel in der “Waschmaschine” zu kassieren.
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3. frei-Schwimmen » Blog Archiv » Re: Hinkebein [Update] - Special: Off-Topic (Archiv 9) schrieb am 11. July 2008 um 19:01
[...] Meinem Fuss geht es heute schon wieder viel besser. > Wir waren heute morgen schwimmen, ich habe den Fuss zwar gesouert, Das hilft immer, einfach wahllos mit Vokalen abreiben und der [...]
4. frei-Schwimmen » Blog Archiv » Re: Falsche Werbung - Microsoft setzt sich weiter gegen Netsca… schrieb am 12. July 2008 um 01:02
[...] greift, aus reiner bequemlichkeit. > Daraus folgere ich, dass diese Faulheit dumm ist, oder warum > schwimmen die dummen immer mit dem Strom wie man so sagt (das ist > nicht auf Microsoft bezogen sondern im [...]
5. trifilmed schrieb am 13. July 2008 um 19:47
Am Rand aufstellen ist oftmals richtig. Man sollte sich dabei an der Atemrichtung richten. Atme ich nach rechts, so stelle ich mich am linken Rand des Feldes hin. Oder eben andersrum…Sollte ich dann aber einen deutlich längeren Weg haben so nehme ich dann doch lieber einen anderen Platz. Mein Tipp: im Training 3er-Atmung…also beidseitig.
Grüße von der Ostsee
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