“When a person trains once, nothing happens. When a person forces himself to do a thing a thousand times, then he certainly has developed in more ways than physical. Is it raining or are you tired? That doesn’t matter, either. Then willpower will be no problem.”
Geschrieben von Martin Mühl am 13. June 2007. Kategorie: Laufen, Training
Heute war ein HM am Programm und so gut wie heute ist es mir schon lange nicht mehr gegangen.
Vor allem Montag hatte ich noch schwere Beine, gestern war’s schon besser und heute ging’s mir richtig gut. Tempo war immer recht locker um die 5min / km, was ja schon die ideale Pace beim Ironman Marathon ist.
Wetter taugt mir so richtig, vor allem die kurzen Pausen bei den Hydranten liebe ich - Wasser ist einfach das beste was es gibt!
Morgen wird recht heftig: In der Früh 1h Schwimmen und am Nachmittag Radausfahrt und 1h laufen. Also alle drei Disziplinen an einem Tag - ich bin gespannt!
Die Woche ist ja geplant als einer der umfangreichsten bisher, was liegt da näher als den schönen Samstag zu nutzen um wieder nach St. Pölten zu fahren.
Im Vergleich zum letzten Mal war ich um einiges schneller unterwegs - die 70km Hinweg unter 2h mit 35,1 km/h Schnitt! Zurück dann mit Gegenwind etwas langsamer, am Ende dann 143 km mit 33,5 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit. Alles ohne Probleme und durchwegs gut gefühlt, vor allem das Wetter ist ja jetzt mal so richtig geil.
Wer hat das noch nicht erlebt? Man ist gut drauf, fühlt sich gut und freut sich auf einen schönen Lauf, oder auf die letzten Kilometer eines Wettkampfes in denen man noch alles geben will - und plötzlich kriegt man Seitenstechen.
Ich hatte schon in einigen Foren positives darüber gelesen und wollte mal ausprobieren ob’s denn wirklich soviel bringt. Und das tut es in der Tat. Auch wenn es jetzt motorisch keine große Herausforderung ist (sein sollte) und es auch nur ein paar Sekunden dauert die Schuhe zu binden, im Wettkampf ist man über jeden Handgriff froh den man sich in der Wechselzone ersparen kann.
Geschrieben von Martin Mühl am 30. April 2007. Kategorie: Laufen
Der Kenianer Luke Kibet siegt beim Wien Marathon 2007 in der doch nicht Rekordzeit von 2:10:07, bei den Damen gewinnt die Rumänin Luminita Talpos in 2:32:21.
Für die meisten werden die Temperaturen um die 20°C zu warm gewesen sein - für mich wäre es grade ideal gewesen. Umso mehr schade das ich nicht dabei sein konnte.
Witzig die Aussage vom Roman Weger (bester Österreicher als 14., jedoch langsamer als erwartet):
“Wenn ich in der Früh aus dem Fenster schaue und ich die Sonne sehe, dann habe ich schon ein moralisches Problem.”
Das ist bei mir genau umgekehrt. Wenn ich in der Früh aus dem Fenster schaue und es lacht mir nicht die Sonne entgegen, dann ist mir schon von Haus aus kalt. Das ist bei mir wie ein visueller Wind-Chill-Effekt. Also quasi ein NoSun-Chill-Effekt.
Die Susanne Pumper läuft zwar nicht den angestrebten österreichischen Rekord, sichert sich am Ende aber noch Platz drei.
Nachdem Elton ja eine verlorene Wette einlösen und den New York Marathon laufen muss, wird’s nun langsam ernst für den Praktikanten von Stefan Raab.
Heute gab’s in TV Total einen Bericht über seinen ersten Leistungstest und wie nicht anders zu erwarten hat er nicht die besten Werte. Nona - bei 102,4kg auf 1,78m.
Hier dazu das Video von Elton beim Leistungstest
Er hat jetzt jedenfalls mal seine Betreuer bekommen und demnächst wird’s mit dem Training los gehen. Sein Fitness Trainer hat finde ich etwas sehr kluges gesagt: “Jetzt geht’s mal mit dem Training los und am Anfang ist es am wichtigsten dass er mal Spass am Laufen hat.” Gute Einstellung!
Ich kenne selbst einige Leute die mir berichten dass Sie zwar mal angefangen haben zu Laufen, es Ihnen aber einfach keinen Spass gemacht hat und sie deshalb recht bald wieder aufgehört haben. Die Vorgehensweise war immer annähernd gleich: Laufen bis man nicht mehr kann. Ein paar Tage Schmerzen. Nochmal Laufen bis es nicht mehr geht (sowohl vom Tempo als auch von der Länge her). Aufgeben. Kein Wunder.
So beginnt man richtig zu laufen:
Besser wäre langsam anzufangen und anfangs regelmäßig kurze Gehpausen einzubauen.
Das Ganze 2-3x pro Woche, je 30-45min und am Ende muss man immer denken: Ein bisschen würde noch gehen. So bleibt einem der Spass erhalten und man kann langsam Anzahl und Umfänge der Läufe steigern (in dieser Reihenfolge).
Mehr ist es nicht. Da braucht man keine Bücher über Leistungsdiagnose, Ernährung, Mentaltraining und was weiss ich sonst. Rausgehen, Spaß haben beim Laufen, der Rest kommt von alleine.
Geschrieben von Martin Mühl am 24. April 2007. Kategorie: Laufen
Dieser Tage wird ja großartig überall verkündet dass es ein neues Rekordteilnehmerfeld für den Wien Marathon gibt.
Der bisherige Melderekord mit 25.150 Teilnehmern für alle Bewerbe aus dem Jahre 2002 wurde dieser Tage bereits überschritten. Für alle Bewerbe.
Ich selbst bin ja ein Riesenfan des VCM und werde kommenden Sonntag erstmals seit ich 2000 zu laufen angefangen hatte leider nicht am Start sein (Trainingslager in Cesenatico). Als Veranstalter würde ich mir aber Sorgen machen ob das alles in die richtige Richtung geht. Klar ist es lobenswert tausende Kinder für den Kinderlauf an den Start zu bringen, ich fands nur immer lächerlich von
“25.000 Teilnehmern beim Vienna City Marathon”
zu sprechen, wenn in Wahrheit nicht mal 6.000 Leute den Marathon finishen. Und die Zahl der Finisher beim Marathon ist seit 5-6 Jahren noch dazu über 40% gefallen (9.215 Finisher 2001, 5.581 Finisher 2006). Da würde ich mir schon den ein oder anderen Gedanken machen.
Eine witzige Geschichte am Rande:
Die OMV hat ja in der Company Zone im Zielbereich immer ein eigenes Areal für seine Läufer und schickt dieses Jahr 620 LäuferInnen aus 11 Ländern ins Rennen. OMV Pakistan hat sogar eigene Qualifikationsrennen abgehalten, in denen sich mehrere Staffelteams für den Vienna City Marathon 2007 qualifizieren konnten.
Geschrieben von Martin Mühl am 22. April 2007. Kategorie: Laufen
Der Kenianer Martin Lel gewinnt im hochkarätigsten Marathon-Feld aller Zeiten in der Zeit von 2:07:44 den London Marathon 2007.
Das Startfeld bei den Herren liest sich wie das Who is Who im Marathonsport - nicht umsonst investierten die Organisatoren über vier Millionen Dollar an Startgeldern für die Elite-Läufer: Olympiasieger Stefano Baldini (Italien), Weltrekordhalter Paul Tergat (Kenia), Über-Läufer Haile Gebrselassie (Äthiopien), Vorjahressieger Felix Limo (Kenia) und eben der Vorjahres Zweite und Sieger von 2006 Martin Lel (Kenia).
Für Gebrselassie wurde es wieder nichts mit einem Sieg - er stieg nach 30km wegen starken Seitenstechens aus. Das erwartete Duell gegen Weltrekordler Tergat wäre auch nicht das spannendste des Tages geworden - Tergat wird nur Sechster.
Im für einen Marathon ungewohnt spannenden Zieleinlauf hat Martin Lel am wenigsten Laktat in den Beinen: er gewinnt nur drei Sekunden vor dem Marokkaner Abderrahim Goumri der wiederum drei Sekunden vor Vorjahressieger Felix Limo einläuft.
Bei den Damen sorgt die Chinesin Chunxiu Zhou in der Jahresweltbestzeit von 2:20:38 für eine Sensation und den ersten chinesischen Sieg bei einem großen Marathonlauf!